Neue Leitung beendet in Erkelsdorf die Zeit des Drucks am untersten Limit
Wasser sprudelt bald kräftig

Zufrieden mit den Baufortschritten zeigten sich (von links) Ingenieur Norbert Winter, Georg Pröls, Ramona Sollfrank, Verbandsvorsitzender Georg Schmid, dahinter Bauamtsleiter Manfred Stollner, Matthias Aures, Stefan Löwen und Michael Hauenstein. Bild: fm

Ernhüll/Erkelsdorf. Der Bagger von Johannes Priefling gräbt tief in den Grund neben der Straße zwischen Ernhüll und Erkelsdorf hinein. Da kommt auch manch großer Brocken zum Vorschein, aber insgesamt geht die Arbeit gut voran: Hier werden die blauen Rohre der neuen Wasserleitung zwischen dem Hochbehälter Flurberg und dem Ortsanfang Erkelsdorf verlegt.

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Bachetsfeld-Gruppe hatte nach der langfristigen Sicherstellung seiner Kapazitäten nur noch ein "Sorgenkind". In Erkelsdorf lag der Wasserdruck am untersten Limit. Nach der Stilllegung des Hochbehälters wegen der Verkeimungsgefahr war auch die Löschwasserversorgung nicht mehr gewährleistet.

Der Ort wird bisher aus den Brunnen am Beselberg über Haid und Pilgramshof versorgt. Durch den Bau des Hochbehälters am nahen Flurberg vor einigen Jahren bot sich als Alternative eine neue Leitung von dort aus an. Die Planungen des Verbands führte das Büro Seuss Ingenieure in Amberg aus.

Vom Zählerschacht unterhalb des Hochbehälters wird entlang der Straße eine Leitung mit einer Länge von etwas mehr als 1000 Metern bis zum Ortseingang Erkelsdorf geführt. Mit den dortigen technischen Anlagen zur Abkoppelung der bisherigen Leitung ergab sich ein Aufwand von 320 000 Euro. Bei der Ausschreibung hatte die Firma Hoch- und Tiefbau Scharnagl aus Weiden die Nase vorn.

Seit bald zwei Wochen stechen den Verkehrsteilnehmern die Erdbewegungen und -haufen ins Auge, und vorsichtiges Fahren ist angesagt. Zu einer Baustellenbesichtigung fanden sich Georg Schmid als Vorsitzender des Wasserzweckverbands, die beiden Wasserwarte Michael Hauenstein und Matthias Aures, Neukirchens Bauamtsleiter Manfred Stollner sowie Planer Norbert Winter mit Georg Pröls und Bauleiterin Ramona Sollfrank ein.

Georg Schmid umriss kurz die Notwendigkeit der Maßnahme, die den seit Jahren bestehenden Missstand beseitigt. Er lobte die rasche Bereitschaft der betroffenen Grundstückseigentümer. Polier Stefan Löwen konnte vom reibungslosen Verlauf und Fortgang der Arbeiten berichten. "Wir kommen gut voran und haben keine Probleme mit dem Straßenverkehr", versicherte er.

Und so werden wohl bald die Erdhaufen und Maschinen wieder verschwunden sein. Nach den technischen Anschlüssen bekommen die Erkelsdorfer wie auch die Nachbarn in Ermhof und Pilgramshof einen passablen Wasserdruck. Die Gemeinde Neukirchen kann den alten Hochbehälter als Reservoir für Löschzwecke nutzen.
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