VdK Neukirchen legt Jahresbilanz vor
Mangel an Solidarität kritisiert

Der VdK Neukirchen genießt großes Vertrauen. Trotz Sterbefällen, Wegzug und Austritten kann er mit 17 Neuzugängen auf 403 Mitglieder zählen. Dass ein Großteil davon lange zum VdK gehört, lässt sich an den Ehrungen für zehn, 25 und 30 Jahre Mitgliedschaft erkennen - auch ein Zeichen dafür, dass das Betreuungsangebot geschätzt wird.

Vorsitzender Johann Ludwig nannte bei der Jahreshauptversammlung im Landhotel Neukirchner Hof 33 verschiedene Termine, die der Ortsverband im Berichtsjahr wahrgenommen hat.

Kranken besuchen


Der VdK engagierte sich an Aktionen für die Barrierefreiheit in Neukirchen und den Nachbarstädten und -gemeinden. Kranke erhielten Besuch vom Ortsverband. Der Vorsitzende stellte klar, dass nur Besuche eingeplant werden können, wenn der Ortsverband Kenntnis über die Erkrankten erhält. Er bat deshalb um Benachrichtigung.

Von einer stabilen Finanzlage berichtete Kassier Alfred Flierl. Das Protokoll von Schriftführer Werner Bürger fand die Anerkennung der Versammlung. Den 17 Neuzugängen im Berichtszeitraum stehen 20 Abgänge gegenüber, von denen vor allem die acht Austritte beim Vorstand Unverständnis und Enttäuschung auslösten. Der Vorsitzende beklagte den Mangel an Solidarität, wenn die Mitgliedschaft gekündigt wird, sobald die sozialen Probleme mit Hilfe des VdK behoben sind. Ludwig hieß die Neuzugänge im Ortsverband willkommen, der 403 Mitglieder zählt.

Aktion unterstützen


Er stellte eine Altersstatistik vor, nach der er bei den Männern ein Durchschnittsalter von 63,53 und bei den Frauen 64,82 Jahren errechnet habe. Nach Worten des Dankes für die Sammlung "Helft Wunden heilen" im Vorjahr gab der Vorsitzende bekannt, dass die Sammlung 2016 vom 14. Oktober bis 13. November erfolgt. Johann Ludwig bat um ein offenes Herz für diese Aktion. Der Vorsitzende zählte die verschiedenen Hilfsangebote des VdK auf, die vor allem bei Fragen zu den Sozialversicherungszweigen, zum Schwerbehindertenrecht, Arbeitsförderungsrecht, zur Grundsicherung, sowie Kriegsopfer- und Soldatenversorgung auftreten. Er führte Beispiele von erfolgreich geführten Rechtsstreitigkeiten an.

Bürgermeister Winfried Franz schätzt die Arbeit des VdK. Er informierte über Themen in Neukirchen, wobei er erwähnte, dass das Seniorenstift Weißenstein zurzeit leer stehe. Die Unterbringung von 50 minderjährigen Flüchtlingen sei passé. Nun werde versucht, die beiden bisher getrennt agierenden Gemeinschaften zu einer Einheit zusammenzufassen und eine weitere Nutzung als Seniorenstift oder als Wohngebäude für Senioren weiterzuführen.

Die Gemeinde bemühe sich, die vom Ortsverband angestrebte Barrierefreiheit umzusetzen. Der Bürgermeister begrüßte die mögliche Fusion mit dem Etzelwanger Ortsverband. Im Schloss Holnstein finde heuer kein Weihnachtsmarkt statt. Deshalb werde in Neukirchen eine derartige Veranstaltung geplant. Franz bat um Unterstützungsspenden für die Kriegsgräberfürsorge und um Hilfe bei der Gestaltung der Feier zum Volkstrauertag.

Ehrenmitglied Herbert Göth überbrachte den Dank der Kreisvorsitzenden Marianne Kies-Baldasty. Der Kreisverband werde heuer die Amberger Tafel sowie einen Kindergarten in Amberg mit einer Geldspende unterstützen. Die Rente bereite Herbert Göth Sorgen, weil sie wahrscheinlich weiter reduziert werde.

Hohe Kosten


Bei der Pflegeversicherung sei eine weitere Stufe für die an Demenz oder Alzheimer Erkrankten ergänzt worden. Die Kosten bei einer Heimunterbringung dieser Betroffenen lägen zwischen 2500 bis 3000 Euro pro Monat, was in den meistern Fällen nicht mit der Rente aufgebracht werden könne. Zwar sei Deutschland ein hochqualifizierter Staat, trotzdem müssten Alte oft mit Renten von 400 Euro auskommen. Herbert Göth ermutigte seine Zuhörer, bei wenig Rente die Grundsicherung in Anspruch zu nehmen.

EhrungenAuf zehn Jahre Mitgliedschaft können Heinz Fuhrmann, Herbert Bär, Joachim Hammerlik, Jürgen Hauler, Manfred Bartel, Michael Neumüller, Robert Zagel, Werner Kohler, Werner Maul, Wolfgang Striepen, Anna Beyer, Birgitt Ottersbach, Gerlinde Hauler, Hannelore Stielper, Helene Seidel, Hildegard Bär, Marlene Knaack, Monika Michl und Sigrid Weber zurückblicken. 25 Jahre halten Erhard Loos und Roland Bernt dem VdK die Treue. Reinhold Thümmler und Erhard Weber sind bereits 30 Jahre dabei. Der Vorsitzende zeichnete außerdem Ingrid Ganswind und Dieter Link für zehn Jahre sowie Reinhold Thümmler und Erhard Weber für 25 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit aus.


AusblickBevor Ortsverbandsvorsitzender Johann Ludwig die Jahreshauptversammlung mit einem Dank an seine zahlreichen Helfer schloss, sprach er noch die Vorteile von Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und einer Notfall-Mappe, die Versicherungsunterlagen, Testament und weitere wichtige Hinweise beinhaltet, an. Er kündigte als Neuerung Kaffeetreffen während des Jahres an, bei denen wichtige Informationen weitergegeben werden können. (ds)
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