VdK Neukirchen spricht im Rathaus das Thema Barrierefreiheit an
Stolperfallen beseitigen

Über Erleichterungen für Senioren und Behinderte auf der Straße und in öffentlichen Gebäuden sprachen (von links) Werner Bürger, Hans Ludwig und Gerhard Knaack vom VdK mit dem Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen, Hans Loos, und Bürgermeister Winfried Franz. Bild: fm

Behinderte und ältere Menschen müssen auf Gehwegen und Straßen immer wieder Hindernisse überwinden. Öffentliche Gebäude sind auch oft nicht barrierefrei. Der VdK sagt jetzt solchen Stolperfallen den Kampf an.

Der Vorstand des Ortsverbands Neukirchen mit Hans Ludwig an der Spitze hatte um ein Gespräch mit Bürgermeister Winfried Franz und Verkehrsreferent Hans Loos gebeten. Das Thema sollten Verbesserungen bei der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sein. Im Rathaus setzten sich beide Seiten zusammen, um Lösungen zu finden.

Hans Ludwig berichtete über Ortsbesichtigungen an kritischen Stellen. So gebe die Fußgängerampel beim katholischen Kindergarten noch kein akustisches Signal für Blinde und Sehgeschädigte. Die Absperrung mit einer Kette am Anwesen Gömmel leite die Fußgänger zu stark und unübersichtlich auf die Straße.

An verschiedenen Stellen fehlten Bordsteinabsenkungen, um sie für Rollstuhl- und Rollatorfahrer besser passierbar zu machen. Dafür schlägt der VdK eine Maximalhöhe von fünf Zentimetern und eine Breite von einem Meter vor. Das betreffe die Zugänge zu den Geschäften in der Bahnhof- und Hauptstraße.

Im regen Gedankenaustausch stellte VG-Geschäftsführer Hans Loos aus seiner Sicht die Situation und mögliche Änderungen dar. Mit Bürgermeister Winfried Franz war sich das VdK-Team einig, dass man schon mit wenig Aufwand einige Mängel beseitigen könne. Die Lage am Bahnhof werde aber durch die Deutsche Bahn als Eigentümer und den Verkehrsträger VGN bestimmt. Die Gemeinde habe ihre Mitwirkung im Außenbereich angeboten.

Kritisch sieht es auch in der Hauptstraße mit dem Engpass bei der evangelischen Kirche aus. Da hier der Landkreis als Verkehrsträger zuständig ist und Mittel aus der Städtebauförderung für eine Umgestaltung des ganzen Abschnitts vorgesehen sind, muss man zunächst abwarten. Sofern Baumaßnahmen eingeleitet werden, werde die Barrierefreiheit gleich mit berücksichtigt, versicherte der Bürgermeister.
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