Wasserversorgung der Schmidtstadt-Gruppe
Schuldenpegel sinkt erheblich

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Schmidtstadt-Gruppe setzt seinen Sparkurs fort. Im Gasthaus Goldener Stern betonte Vorsitzender Winfried Franz das Bestreben des Verbands, dass auch im Haushaltsjahr 2016 der Schuldenabbau fortgesetzt werde.

Kirchenreinbach. Der Haushaltsplan sehe neben den ordentlichen Tilgungsausgaben zusätzliche Rückzahlungen vor und schließe ohne eine neue Kreditaufnahme, erklärte Franz. Sämtliche Beschlüsse der Verbandsversammlung erfolgten einstimmig. Den Haushaltsplan stellte Kämmerer Christian Link vor. Die wesentlichen Einnahmen im Verwaltungshaushalt beziehe der Zweckverband über die Wasserverbrauchsgebühren, für die 153 000 Euro erwartet werden. Die Abgabe von Trinkwasser an die Gemeinde Hirschbach bringe 16 900 Euro.

Kosten aufgeschlüsselt


Die Bachetsfeldgruppe und die Gemeinde Neukirchen erstatten anteilige Personalkosten für den Einsatz des Wasserwarts in ihren Einrichtungen in Höhe von 58 150 Euro. Der Verbrauch betrug 62 723 Kubikmeter im Jahr 2015, davon 45 613 für die Abnehmer des Zweckverbands und 17 110 Kubikmeter für die Gemeinde Hirschbach. An Ausgaben entstehen 77 800 Euro für Personalkosten. Für den Wasserbezug aus der Bachetsfeldgruppe (2015 waren es 46 357 Kubikmeter) und aus Neukirchen (18 444 Kubikmeter) werden 53 400 Euro an Kosten erwartet. Der Unterhalt von Wasserversorgungsanlagen wird mit 180 750 Euro veranschlagt.

Sachverständigenkosten, Wasserproben, Gerichtsvollzieher und Steuerberatung sind mit 9 900 Euro veranschlagt. Die Erstattung an die Verwaltungsgemeinschaft beläuft sich auf 9 600 Euro. An Energiekosten wird mit 6 100 Euro gerechnet. Der Vermögenshaushalt bezieht 49 150 Euro als Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt. Damit sei die haushaltsrechtlich geforderte Mindestzuführung in Höhe der Tilgungsausgaben (6 600 Euro) erreicht. Für die Finanzierung der Investitionen werden den Rücklagen in Höhe von 33 250 Euro entnommen. An Herstellungsbeiträgen rechnet der Zweckverband mit 4 950 Euro Einnahmen.

Den Einnahmen stehen Ausgaben gegenüber für eine außerordentliche Tilgung in Höhe von 42 000 Euro, sowie 6 600 Euro für die ordentliche Tilgung. Für Grunddienstbarkeiten, Entschädigungszahlungen und Grundbucheintragungen werden 25 000 Euro Ausgaben eingeplant. Rohrnetzerweiterungen beanspruchen 9 000 Euro. Die Investitionsumlage für die Verwaltungsgemeinschaft beläuft sich auf 3 900 Euro. Der Schuldenstand verringert sich durch die Tilgung in Höhe von insgesamt 48 600 Euro von 166 264 Euro am Jahresanfang auf 117 688 Euro Ende 2016.

Neue Beitragskalkulation


In 2016 nimmt der Zweckverband eine neue Beitrags- und Gebührenkalkulation vor. Damit wird die Berechnung aus dem Jahr 2008 aktualisiert. Wasserwart Armin Aures informierte die Verbandsräte darüber, dass inzwischen der Verlust an Wasser nur noch 0,3 Prozent betrage. Ein Rohrbruch war zu beheben. Die Wasserproben blieben alle ohne Beanstandungen, so dass der Zweckverband seine Abnehmer mit Trinkwasser sehr guter Qualität versorge, sagte er.

Der Wasserwart machte auf einen Schaden in der Saugkammer im Wasserhaus in Kirchenreinbach aufmerksam. Für die Behebung des Schadens werden die Kosten ermittelt. Außerdem sollte wegen Verschleißerscheinungen die Erneuerung der Pumpen für Grasberg und für Hauseck mittelfristig eingeplant werden.

Thema Glyphosat


Die Frage von Etzelwangs 2. Bürgermeisterin Lydia Zahner, ob bei den Wasserproben selbige auch auf Rückstände von Glyphosat überprüft würden, beantwortete Armin Aures mit dem Hinweis, dass künftige Proben auch auf diese Chemikalie vorgenommen werden.

Günstiger StrompreisKämmerin Ingrid Plickert versicherte, dass die einzige offene Frage aus der örtlichen Rechnungsprüfung für 2014 geklärt werden konnte. Die Verbandsversammlung stimmte der Jahresrechnung 2014 zu, die im Verwaltungshaushalt mit 316 557 Euro und im Vermögenshaushalt mit 250 783 Euro abschloss. Die Entlastung des Vorsitzenden erfolgte einstimmig.

Die Jahresrechnung 2015 ergab laut Ingrid Plickert im Verwaltungshaushalt 290 603 Euro und im Vermögenshaushalt 236 615 Euro. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt belief sich auf 41 946 Euro. Den Rücklagen wurden 52 424 Euro zugeführt.

Verbandsvorsitzender Winfried Franz berichtete von der Beschaffung elektrischer Energie, dass die Ausschreibungen, die vom Bayerischen Gemeindetag über die Firma Kubus vorgenommen wurden, zu weitaus günstigeren Strompreisen für die Jahre 2017 bis 2019 führten. Damit werden für den Bezug von Normalstrom deutliche Einsparungen erzielt. Die Versammlung stimmte deshalb dem neuen Stromlieferungsvertrag zu. (ds)
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