Wecker kriegt auf den Deckel

Denise Sertel und Kilian Witt sind das Neukirchener Oberkirwapaar des Jahres 2016. Bilder: rtw (2)

Petrus, der Namenspatron beider Kirchen am Ort, sorgte an den Haupttagen der Kirwa für das richtige Wetter. Gäste aus nah und fern strömten nach Neukirchen zum Festplatz, um das Traditionsfest mit den Einheimischen zusammen zu feiern.

Das Einholen und Aufstellen des fast 30 Meter hohen Kirwabaums gelang heuer ohne nennenswerte Pannen, begleitet nur von einigen kurzen Regenschauern. Mit viel "Hau-Ruck" hievten Dorfbewohner und - im Sinne der Nachbarschaftshilfe - einige Etzelwanger Kirwaleit das Wahrzeichen in die Senkrechte. Denis Marx und Manfred Kunert führten dabei Regie.

Trotz der Strapazen bei der Nachtwache am Baum traten alle 20 Kirwapaare am Sonntagmorgen in der katholischen St.-Peter-und-Paul-Kirche an, um mit der Gemeinde und Pfarrer Roland Klein den Familiengottesdienst zu feiern. Danach zeigten die Paare auf dem Kirchhof eine Kostprobe ihres gesanglichen Könnens.

Am Nachmittag mussten die Kirwaboum ihre Moila erst in den Wirtshäusern des Ortes suchen, bevor sie mit ihnen zum Festplatz zogen. Dort erwartete eine große Zahl gut gelaunter Gäste die Kirwamatadoren. Hinter einem Fass Bier fuhren sie auf einem Wagen vor. Die Kirwakasse spendierte den Paaren heuer ein nagelneues Podium, das fleißige Kirwaboum in zahlreichen Stunden gezimmert hatten.

Darauf zeigten die Paare ihre Tänze, die teilweise als Formationstänze eingeübt worden waren. Der Wecker benötigte aber erst einen aufmunternden Schlag aufs Gehäuse, bevor er nach etwa 45 Minuten seine Entscheidung über das Oberkirwapaar rasselnd bekannt gab. So lange mussten die Paare zu den Klängen der Spitzboum ihre Runden um den Baum drehen. Denise Sertel und Kilian Witt sind das neue Oberkirwapaar der Neukirchener Kirwa. Die Bergwaldmusikanten unterhielten die Gäste anschließend im Festzelt.

Am Montag kam nochmals tolle Stimmung auf, nachdem der Kirwabär beim Umzug durch die Orte mit seinen Rußhänden in so manches neugierige Passantengesicht gegriffen hatte. D' Quertreiber garantierten mit ihrem fetzigen Sound für einen gelungenen Kirwaausklang. Bei der Verlosung gab es Sachpreise, gestiftet von den Geschäftsleuten aus der Gemeinde, und nicht zuletzt den Kirwabaum zu gewinnen. Unter der oft ausgerufenen Beschwörung "O Kirwa lou niad nou" wurde bis zum Morgengrauen gefeiert.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oberkirwapaar (28)Kirwa Neukirchen (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.