Fußball Landesliga Nordost
Erwartete Niederlage

Der SV Poppenreuth verlor bei Tabellenführer ASV Neumarkt mit 0:2. In der 62. Minute war David Sladecek (Bild) auf dem Weg zum 1:1, doch er wurde durch eine Notbremse gestoppt. Bild: Gebert

Nach zwei Siegen in Folge gab es für den SV Poppenreuth wieder eine Niederlage. Der Abstiegskandidat zog bei Titelanwärter ASV Neumarkt erwartungsgemäß mit 0:2 den Kürzeren und fiel auf den letzten Platz zurück.

Neumarkt. Nach dem verkorksten Osterwochenende brannte der ASV Neumarkt auf Wiedergutmachung. Von Beginn an setzte der Spitzenreiter die Poppenreuther unter Druck und Angriff auf Angriff rollte in Richtung Gästetor. Aber zunächst stand die Poppenreuther Abwehr gut und ließ keine größeren Möglichkeiten zu. Immer wieder lief Neumarkt, bei dem Versuch die schnellen Stürmer in Szene zu setzen, ins Abseits. Poppenreuth selbst leistete sich in dieser Phase zu viele einfache Fehler im Spielaufbau. Der Ball wurde meist schon im Mittelfeld abgefangen und die Gastgeber konnten den nächsten Angriff starten.

Neumarkt brauchte aber eine halbe Stunde, um daraus Kapital zu schlagen. Nach einem Abwehrversuch von Polom prallte der Ball zu Schrödl. Der ASV-Torjäger zirkelte das Leder überlegt in Richtung langes Eck und der Ball sprang vom Pfosten ins Tor. Außer diesem Treffer hatten die Gastgeber aber fast keine weiteren Chancen. Lediglich Schrödl hatte kurz vor seinem Tor ein Laufduell mit Nerad gewonnen, verzog aber seinen Schuss aus 16 Metern.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie dann offener. Plötzlich konnte sich auch Poppenreuth nach vorne durchsetzen und tauchte gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. In der 62. Minute wurde Sladecek schön freigespielt und lief Richtung Neumarkter Tor. Kapitän Binder konnte den Torschuss nur durch ein Foul kurz vor dem Strafraum verhindern und sah dafür Rot.

Poppenreuth konnte aber die Überzahl nicht nutzen. Vielmehr machte Schrödl sieben Minuten später mit seinem zweiten Treffer alles klar. Obwohl die Poppenreuther Abwehr in Überzahl war, wurde er nicht entscheidend attackiert und schob den Ball aus 16 Metern überlegt in die lange Ecke. Das optische Übergewicht, das Poppenreuth in der verbleibenden Spielzeit hatte, blieb ohne Erfolg. Die Gastgeber fuhren immer wieder brandgefährliche Konter und hätten nicht Padilla und Heinloth in aussichtsreicher Position über den Ball getreten, wäre das Ergebnis noch höher ausgefallen.

Das Poppenreuther Trainerteam Peroutka/Topcu musste den Erfolg der Gastgeber neidlos anerkennen. Beide waren aber schon vor dem Spiel der Meinung, dass alles andere als ein Sieg des Tabellenführers eine Überraschung wäre. Poppenreuth muss die Niederlage schnell abhaken und sich auf die kommenden Gegner konzentrieren.
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