"Glory Gospel Singers" begeistern in der Versöhnungskirche
Mit Charme und Gänsehaut

Kultur
Neunburg vorm Wald
09.01.2016
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Wer kennt nicht die klassischen Gospels wie "Kumbaya my Lord", "Swing low, sweet chariot" oder "O when the saints"? Sie gehörten zum Programm der "Glory Gospel Singers", die bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren in der Versöhnungskirche auftraten.

Zu dem besonderen Konzert durfte sich Pfarrer Gerhard Beck über ein volles Gotteshaus freuen. Unter der Leitung von Managerin Phyliss McKoy-Joubert legten die Sängerinnen und Sänger mit ihrem Keyboarder los und versprühten ihren Charme. Sie begeisterten die Gäste mit ihrem gesanglichen Talent, dem ausgeprägten Tonumfang und ihrem Schwung. "Gospel-Musik ist nichts Anderes als das Singen der Frohen Botschaft, das Verbreiten der guten Nachricht." So definierte Mahalia Jackson diese spezielle Art von Gesang, die sich in dem sanften Lied "I will follow him" und in "Down by the riverside" zeigte.

Das Wesen der Gospelsongs ist immer die Geschichte des Sklavenhandels. Die etwa 4,5 Millionen Schwarzen, die es zu Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs gab, hatten keinerlei Rechte und galten als Leibeigene ihrer Herren. Lieder wie "Nobody knows the trouble I've seen" verkörperten genau diese Situation. In den Kirchen erklangen durch veränderte Lebensbedingungen und Einflüsse auch neue Lieder, die protestantischen "Hymns" (Hymnen) und "Spiritual Songs" (geistliche Lieder). "Amazing Grace" ist die wohl bekannteste Hymne, die an diesem Abend nicht fehlen durfte und die Phyliss McKoy-Joubert so ehrfürchtig und gefühlvoll sang, dass Gänsehaut-Gefühl aufkam.

Auch die Zuschauer wurden mit einbezogen. Sie sangen kräftig bei den immer wiederkehrenden Refrains mit. Fünf Damen und fünf Herren traten in einem Sänger-Wettstreit gegeneinander an, um zu zeigen, wer denn vorgegebene Passagen lauter und besser singen könne. Als Schlusslied eignete sich "O Happy day", das alle Zuhörer mitsangen. Nach einer Zugabe und viel Applaus versprachen die "Gospel Singers", wiederzukommen. In der Pause ließen sich die Zuhörer Snacks schmecken, die Mitglieder der Kirchengemeinde vorbereitet hatten.
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