Herbstversammlung des Festspielvereins Neunburg vorm Wald
Blick auf 35. Festspielsommer

Diese Ensemble-Mitglieder werden im nächsten Festspielsommer zum 35. Mal auf der Bühne stehen. Sie wirken bereits seit der ersten Aufführung 1983 beim "Hussenkrieg" mit. Ehrenvorsitzender Theo Männer (Dritter von links) gehörte zu den Initiatoren des Neunburger Freilichtspiels. Bild: gjm
Kultur
Neunburg vorm Wald
15.11.2016
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Für Regisseur Nikol Putz stellt das Festspieljahr 2017 den Schlussakt für seine Zeit in Neunburg dar. Nach 21 Jahren wird sein Vertrag auslaufen.

Für das Festspiel "Vom Hussenkrieg" hebt sich der Vorhang im nächsten Sommer zum 35. Mal. Bei der Herbstversammlung des Festspielvereins weckte Bürgermeister Martin Birner Hoffnungen auf ein baldiges Comeback für ein Tribünendach. Für Regisseur Nikol Putz dagegen stellt das Theaterjahr 2017 den Schlussakt dar.

In seinem Grußwort zur Versammlung bedankte sich Bürgermeister Martin Birner für das große Engagement der Mitwirkenden über die Jahre hinweg. "Es ist schlicht beeindruckend, mit welcher Leidenschaft ihr das Stück auf die Bühne bringt", lobte er. Dass mit Alexander Trinkmann nun auch ein "echter Stadtrat" mit auf der Bühne stehe, habe das gegenseitige Verständnis durchaus gefördert.

An vorderster Front


Als herausragendes Ereignis im Reigen der vielen Werbeauftritte der Festspieler sah Birner die Teilnahme am Konzilsjubiläum in Konstanz. Zusammen mit der Stadtkapelle seien die Festspieler immer an vorderster Front mit dabei, wenn es um Werbung für die Stadt ginge. Mit der Ausschreibung und dem Förderantrag sei die Überdachung für 2017 "verwaltungstechnisch auf den Weg gebracht", betonte Birner und ergänzte: "Wir können es schaffen."

Was die Neubesetzung des Regisseurs betraf, sei sich die Stadt ihrer Verantwortung als Veranstalter des Festspiels bewusst und habe daher die Spitze des Ensembles mit einbezogen. Der Entscheidungsprozess sei aber noch nicht abgeschlossen. Ein für den Verein weiteres, wichtiges Thema war das künftige Nutzungskonzept für das ehemalige Landratsamt, das ein Konzept für die Zukunft sein müsse. Der bereits genehmigte Aufzug sei nur ein kleiner Teil davon. Die Vorstellung werde in der nächsten Sitzung des Stadtrates erfolgen.

"Großartige Leistung"


Für Regisseur Nikol Putz war es wichtig, stets das künstlerische Ziel vor Augen zu haben, dass dem Zuschauer geboten werden solle. Dem wunderbaren Stück werde die großartige Leistung der Spieler als Theaterensemble durchaus gerecht. Nachdem für die "Regiefassung Nikol Putz" nach der nächsten Saison der Vorhang fallen wird, werde es keine neuen Szenen oder Einführungen mehr geben, sondern vielmehr noch einmal Feinarbeit an der Inszenierung geleistet. In den vergangenen 21 Jahren sei gut zusammengearbeitet worden, auch wenn es "ein paar Kratzspuren" gegeben habe. Ihm sei wichtig gewesen, das Stück immer auf der Höhe der Zeit zu halten. Als Beispiel nannte er die Grenzöffnung, die eine ganz andere Konzeption ermöglicht habe.

Nach einer ausführlichen Rückschau auf das ausklingende Jahr ging Vorsitzender Helmut Mardanow auf die Herausforderungen der kommenden Saison ein. Zuvor hatte er beim Totengedenken darauf verwiesen, dass für den im Vorjahr verstorbenen Altbürgermeister Wolfgang Bayerl noch kein Nachfolger als Beauftragter für die Hussitenstädte benannt worden sei. Mit der 35-Jahr-Feier ist mittlerweile eine eigene Arbeitsgruppe betraut. Den Festakt zu "35 Jahre Burgfestspiele Neunburg" kündigte er für Sonntag, 2. Juli, um 16 Uhr an. Der Laudator stehe bereits fest, sollte aber noch nicht genannt werden. Ebenfalls solle eine Probe rein zum Zweck der Archivierung mitgeschnitten werden.

Was die Besetzung für 2017 betraf, verkündete Hans Werner Habel den Rückzug von zwölf "teils wichtigen Mitspielern", wobei der Vorsitzende "zehn Prozent Schwund" als gängig bezeichnete. Schließlich beschlossen die Mitglieder noch einstimmig zwei Satzungsänderungen, die aber nur im Zusammenhang mit der Beurteilung des Finanzamtes zur Gemeinnützigkeit standen.
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