Joachim Kendzia stellt Gedichtband "Ich war noch nie in Abrams Schoß" vor
Vom Pfarrer zum Lyriker

Der frühere evangelische Neunburger Pfarrer, Joachim Kendzia, stellt seinen Gedichtband vor. Bild: hfz
Kultur
Neunburg vorm Wald
29.10.2016
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Nach dem die "K-und-K-Tage" die Autoren Franz Kafka und Karl Kraus in den Fokus gerückt hatten, widmet sich der Kunstverein "Unverdorben" nun dem Schaffen eines Dichters aus der Region. Im Kunstherbst wird Joachim Kendzia, bis 2001 evangelischer Pfarrer in Neunburg, sein lyrisches Lebenswerk präsentieren.

Der Kunstverein lädt alle an Literatur Interessierten zur öffentlichen Vorstellung des Gedichtbandes "Ich war noch nie in Abrams Schoß" am Mittwoch, 2. November, um 17 Uhr, in die Buchhandlung am Tor ein. Die Besucher werden mit einem Glas Sekt oder Orangensaft empfangen. Nach einer halbstündigen Lesung können Bücher erworben werden, die der Autor auf Wunsch auch gerne signieren wird.

Der gebürtige Berliner ist gelernter Sozialpädagoge und arbeitete nach einer Weiterbildung zum Diplom-Religionspädagogen als Berufsschullehrer in Herzogenaurach. Nach dem Theologie-Studium wirkte Kendzia zunächst als evangelischer Pfarrer in Schierling und von 1986 bis zu seiner Pensionierung 2001 als Pfarrer in der evangelischen Gemeinde Neunburg.

Die 127 veröffentlichten Gedichte aus Kendzias Feder, so eine Literaturkritiker-Meinung, "bringen die Problematik der von ihm ausgewählten Themen schnell auf den Punkt, sie bleiben dabei jedoch offen und lassen voller Verständnis in vielen Texten immer wieder einen Funken Hoffnung aufglimmen, ohne den das Leben auf unserem Planeten gar nicht mehr möglich wäre".

Im Vorwort zu seiner Gedichtesammlung gibt der Autor zu bedenken: "Lyrik, zumal religiöse Lyrik, ist kein Renner auf dem Büchermarkt. Dafür aber ist sie wohl die ehrlichste Gattung der Poesie". Wie keine andere Kunstrichtung gebe Lyrik etwas von der inneren Spannung des Schreibers wieder. Das Chaos in ihm dränge danach geordnet zu werden. Sein Wort könne - vielleicht - den Leser aufbauen, Mut machen, erheitern, verunsichern und anregen, alte Strukturen zu überdenken. Kendzias Gedichte "Traumbegegnung", "Frühling" und "Heim(weh)kinder" fanden vorab Aufnahme in die Frühlings-Anthologie "Stimmung(s)poesie", erschienen im Novum-pro-Verlag

Lesung vor Fachpublikum


Auf Vermittlung des Kunstvereins "Unverdorben" - er firmiert auch als Aussteller bei der 1. Regensburger Buchmesse - bekommt Kendzia einen Auftritt vor regionalem Fachpublikum. Er liest aus seinem neuen Gedichtband am Sonntag, 6. November, ab 14.30 Uhr, bei der "RegensBUCH 16" im Degginger, Wahlenstraße 17. Der Kunstverein organisiert Fahrgemeinschaften nach Regensburg und zurück. Abfahrt um 13 Uhr an der Schwarzachtalhalle. Anmeldungen sind an Vorsitzende Beate Seifert per Telefon 0160/2687827 oder per E-Mail seifert-bea@gmx.de zu richten.
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