Konzertabend der Prager Smetana Philharmoniker widmet sich Max Reger
Huldigung an Oberpfälzer Genie

Einen musikalischen Höhepunkt im Max-Reger-Jahr boten die Smetana Philharmoniker aus Prag mit ihrem Dirigenten Hans Richter beim Frühlingskonzert in der Schwarzachtalhalle. Bilder: weu (2)
Kultur
Neunburg vorm Wald
26.04.2016
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Für einen Höhepunkt im Max-Reger-Jahr sorgte der Kunstverein Unverdorben mit einem besonderen Konzertabend, gestaltet von den Smetana Philharmonikern aus Prag. In der Schwarzachtalhalle erklang auch die Musik Mozarts, den Reger selbst sehr bewundert hatte.

Dem großen Weidener Meister Max Reger zu Ehren und den Musikfreunden zur Freude lud der Kunstverein Unverdorben zu einem Frühlingskonzert mit den Smetana Philharmonikern unter der Leitung des gebürtigen Neunburgers Hans Richter ein. Musik des bedeutenden Oberpfälzer Komponisten, dessen 100. Todestag in diesem Jahr begangen wird, und Werke von Wolfgang Amadeus Mozart standen auf dem Programm.

Mozart nahe gekommen


Die Vorsitzende des Kunstvereins, Beate Seifert, begrüßte im voll besetzten Saal viele Ehrengäste und dankte für die gute Unterstützung durch Sponsoren und die Geschäftswelt. "Eine Besonderheit gibt es heute Abend", betonte Peter Wunder auf der prächtig mit Blumen geschmückten Bühne und stellte die sechs Schülerinnen und Schüler vor, die am Nachmittag bei einem Workshop mit den Profimusikern vorbereitet wurden (Bericht folgt) und das Konzert gemeinsam mit den Philharmonikern unter der Leitung von Lucas Cach mit dem "Andante grazioso" als Ouvertüre eröffneten. Nachdem die zweite Vorsitzende, Renata Heimerl, die Musiker auf tschechisch begrüßt hatte, gab der Kulturreferent und Klassikbeauftragte Karl Stumpfi eine kompetente Einführung in das Werk. Reger, der nur 43 Jahre alt wurde und ein Verehrer Mozarts war, beschäftigte sich in diesem Orchesterwerk, das sein letztes sein sollte, mit der Musik des Salzburger Meisters. In Variationen und einer Fuge suchte Reger die Begegnung mit Mozart und es gelang ihm, mit diesem Werk (Opus 132) ihm sehr nahe zu kommen.

Melodiös und wohltuend


Unter großem Applaus betrat Maestro Hans Richter das Dirigentenpult und führte sein Orchester in gewohnt souveräner Weise durch die acht Variationen. Wer etwas Sorge hatte, dass die Musik Regers schwer, zu komplex oder sperrig sei, wurde eines Besseren belehrt. Wohltuende, angenehme, melodiöse und abwechslungsreiche Töne waren zu hören. Mit dem Konzert für Klavier und Orchester (Nr.20 d-moll KV 466) entführten die Prager Musiker das Publikum in die Welt von Mozart.

Als Solist glänzte der rumänische Pianist Costin Filipoiu, der schon mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Mit spielerischer Leichtigkeit meisterte er die rasanten, schnellen Fingerfolgen. Auch das für Mozart typische Überkreuzspiel gelang ihm meisterlich. Nach dem Allegro Romance verwöhnte er die Zuhörer mit dem sehr beliebten Rondo Allegro Assai. Mit den vier Sätzen der sogenannten "Prager Symphonie" beendeten die Smetana Philharmoniker das exzellente Konzert und erhielten begeisterten Applaus.
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