Kunstverein setzt Projekt "Töne und Farben" an der Mittelschule fort
Künstler bringen Farbe in den Unterricht

Die Mittelschüler durften Andrasz Olah (rechts) beim Aufbau von Öl-Porträts über die Schulter blicken. Für das Projekt "Töne und Farben" hatte der Kunstverein "Unverdorben" vier regionale Künstler in den Unterricht geholt. Bild: weu
Kultur
Neunburg vorm Wald
01.06.2016
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Mit dem Projekt "Töne und Farben" will der Kunstverein "Unverdorben" Kinder und Jugendliche für die schönen Künste begeistern. Nachdem die Realschüler mit den Smetana-Philharmonikern musiziert hatten, ließen die Mittelschüler ihrer Kreativität mit Öl, Erdfarben und Aquarellen freien Lauf.

Schulleiterin Irene Träxler durfte vier renommierte Künstler des Vereins im Kunstsaal willkommen heißen. In einem Workshop lernten Schülerinnen und Schüler verschiedene Techniken kennen. Malen mit Öl, Erdfarben sowie Aquarellmalerei und Arbeiten mit Acryl wurden angeboten.

Kreativ mit Erdfarben


Am Vormittag führte Renata Heimerl, zweite Vorsitzende des Kunstvereins, in die Geheimnisse des Malens mit Erdfarben ein. Im Vorfeld hatte Hans Fischer, Vorstandsmitglied der Akademie für den Natur- und Kulturraum Ostbayern-Böhmen, in einer Grube bei Pegnitz das benötigte Material gesammelt. Nachdem der Aushub getrocknet war, mörserte die Künstlerin unter Mithilfe der Jugendlichen das lehmige Material zu einem feinen Pulver. Angemischt mit Tapetenkleister schufen die Schülerinnen unter Anleitung von Renata Heimerl mit Begeisterung beachtliche Kunstwerke.

An Porträts versucht


Das Steckenpferd von Andrasz Olah sind Porträts. Er demonstrierte den Schülern den Aufbau eines Porträts in Öl, was sie auch interessiert verfolgten und anschließend in eigenen Versuchen umsetzten. Die Schüler der achten und neunten Klassen arbeiteten mit Unterstützung ihrer Lehrerinnen Monika Lingl und Lucia Schmid sehr interessiert und aktiv mit.

Am Nachmittag waren Schülerinnen und Schüler der fünften und siebten Klassen mit Renate Ullmann und Tanja Lennert kreativ tätig. Renate Ullmann, die sich schon als Ausstellungskuratorin einen Namen gemacht hatte, gab Tipps und übte mit den Schülern abstrakte Aquarellmalerei im Pausenhof. Um eine Kunstrichtung der modernen Malerei innerhalb des abstrakten Expressionismus ging es beim Action-Painting, das Tanja Lennert den Jugendlichen nahe brachte. Sie ist bekannt dafür, dass sie gerne mit Farben und Formen experimentiert und beim Malen keine Grenzen kennt.

Wenn man den Einsatz und das Interesse der Jugendlichen und die entstandenen Werke betrachtet, kann man das Projekt als sehr gelungen bezeichnen und auf eine Fortsetzung hoffen. Die Werke können im Rahmen des Kunstherbstes "Ahoj 16" bewundert werden.
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