Musical "Servus Peter" feiert die Hits der Wirtschaftswunderjahre
Nostalgie-Trip ins "Weiße Rössl"

Mit Schwung, wunderbaren Stimmen und viel Humor begeisterten Peter Grimberg (Dritter von links) und sein Ensemble das Publikum. Nach der Vorstellung standen die sympathischen Künstler im Foyer noch für Autogramme und Fotos zur Verfügung. Bild: weu
Kultur
Neunburg vorm Wald
24.04.2016
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Im Juni wäre der Schauspieler, Entertainer und Sänger Peter Alexander 90 Jahre alt geworden. Mit dem Musical "Servus Peter" feierten seine Hits ein Comeback in der Schwarzachtalhalle. Auch die Wirtschaftswunderjahre wurden musikalisch in Szene gesetzt.

Mit einem gemütlich ausgestatteten Hotel "Weißes Rössl", das neben dem blauen Wolfgangsee inmitten frühlingsgrüner Bäume stand, wurde eine prachtvolle Kulisse auf die Bühne gezaubert. Sie gab dem Musical den passenden Rahmen und war an den 60er-Jahre-Lustspiel-Filmklassiker "Im weißen Rössl" angelehnt.

Die Handlung des Musicals dürfte den Zuschauern bekannt vorgekommen sein: "Herr Peter" liebt die Wirtin Marianne, die allerdings nur Augen für ihr Geschäft hat und sich allenfalls mit dem Lieblingsgast und Architekten Dr. Schiefer (Dieter Grimberg) eine Verbindung vorstellen könnte. Das dümmliche, lispelnde Zimmermädchen Vera und der Ober Heinz komplettierten das Team des Weißen Rössls. Turbulent wurde es, als Sigismund Schmitz (Robin Husch) mit seiner Schwester Marina aus Berlin ankam.

Mit Schmäh und Stimme


Eine gelungene Auswahl der wohl bekanntesten Alexander-Hits sowie die schönsten Wirtschaftswunderschlager begleiteten das Musical und setzten Akzente. Lieder wie "Mariandl", "Ich zähle täglich meine Sorgen" oder "Bongo Bongo Bongola" schienen dem vielseitigen Hauptdarsteller, der die samtige Stimme, den Schmäh und das Temperament von Peter Alexander besitzt, wie auf den Leib geschneidert. Peter Grimberg alias Oberkellner Peter überzeugte durch seine charmante Art und zollte als Tausendsassa seinem Vorbild Tribut. Das von ihm entwickelte "Heile-Welt-Musical" bot zwei Stunden lang einen Augen- und Ohrenschmaus.

Auch die Wirtin, Stina Gabriell, überzeugte mit kräftiger, wohltuender Stimme bei Liedern wie "Hinter den Kulissen von Paris" und dem Duett "Eventuell". Das Zimmermädchen Vera, Katrin Claßen, die in einer Doppelrolle auch die Marina performte, zeigte bei den Liedern "Ich will keine Schokolade", " Seemann" und "Ham Se nich nen Mann für mich" ihr gesangliches Können.

Schwung und Humor brachte Horst Freckmann als Ober Heinz auf die Bühne, indem er den beliebten Komiker Heinz Erhardt auferstehen ließ. Freckmann und Frimberg, die vor 25 Jahren bei der Rudi-Carrell-Show entdeckt wurden, arbeiten seit dieser Zeit gemeinsam auf der Bühne. Mit Erhardts bekannten Gedichten "Die Made" und "Das Schloss" hatte "Kellner Heinz" die Lacher auf seiner Seite. Auch als Sänger ("Immer wenn ich traurig bin") machte er eine gute Figur. Als besonderen Gag begrüßte in der ersten Reihe "berühmte Persönlichkeiten" wie Heidi Kabel, Andrea Berg, Mario Adorf und Helene Fischer, wenn Zuschauer mit diesen Ähnlichkeiten aufwiesen.

Das Publikum singt mit


Bei der Zugabe "Die kleine Kneipe" gab es für das Publikum kein Halten mehr und es wurde mitgesungen und geschunkelt. Zum Abschluss gab es mit dem Lied "Hol' den Peter" eine Premiere: Dieses Lied hat Peter Grimberg zu Ehren von Peter Alexander zu dessen 90. Geburtstag aufgenommen. Das Ensemble wird das Musical auch am 30. Juni zur posthumen Geburtstagsfeier des unvergessenen Entertainers in der Wiener Stadthalle aufführen.
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