Nachtkonzert des Chors „Contigo“ begeistert in der Stadtpfarrkirche
Erlebnis aus Farben, Licht und Klängen

Der kreative Kopf der Gruppe "Contigo", Jürgen Zach (Mitte), hat zusammen mit seinen Sängern sowie exzellenten Musikern wieder einmal mit einem unvergesslichen Konzert in der Stadtpfarrkirche überrascht. Bild: weu
Kultur
Neunburg vorm Wald
07.11.2016
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Wer kennt nicht die Wirkung der Farben: Während ein leuchtendes Orange oder Rot Wärme und Geborgenheit vermittelt, sorgt ein kühles Blau eher für Distanz. Das strahlende Gelb wird als Symbol für die Sonne verwendet. Unter dem Titel "Träume hüten" hat der Chor "Contigo" in der Stadtpfarrkirche ein farblich illuminiertes Konzert veranstaltet. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Zuhörer.

Es ging um Dunkelheit und Licht, Nacht und Träume, Mystik und Geborgenheit. Für die entsprechende Atmosphäre sorgte auch der späte Beginn des Konzerts um 21 Uhr. Bereits am Eingang der Kirche wurden die Besucher mit Kerzenlicht empfangen. Filigrane Betonschalen, die Chormitglied Daniela Stöberl-Blend geschaffen hatte und mit Kerzen bestückt waren, führten in einem Weg zum Altar, wo sich die Sängerinnen und Sänger mit ihrem musikalischen Leiter Jürgen Zach aufgestellt hatten.

Mit deutschsprachigen Neuen Geistlichen Liedern, die Jürgen Zach bearbeitet hatte, englischen Songs und wohltuender Instrumentalmusik zeigte der Chor die Bandbreite seines Repertoires. Für die instrumentale Begleitung sorgte eine Band aus den erstklassigen Musikern Cyrus Saleki (Gitarre/Bass), Anton Lautenschlager (Keyboards), Ludwig Lang (Schlagzeug), Jürgen Zach (Gitarre/Bass) sowie Johannes Doleschal (Saxofon) und Sabrina Graßmann (Flöte).

Passend zur Musik wurde das Kirchenschiff in unterschiedliche Farben getaucht. Die Lichtchoreographie, kreiert von Jürgen Zach, setzte das GW-Event-Technik-Team aus Neunburg in hervorragender Weise um. Mystische Stimmung wurde durch die Farbe Blau bei den Chorälen erzeugt, Freude und Harmonie kamen bei den schwungvollen Liedern durch die Farben Rot und Orange auf. Die nur durch Seitenstrahler dezent beleuchtete Kirche bot den idealen Rahmen, um zur Ruhe zu kommen, zu meditieren oder den eigenen Gedanken nachzugehen.

Auch Stadtpfarrer Stefan Wagner trug mit Variationen auf der Orgel zu dem Lied "Der Mond ist aufgegangen", die er als "Moonlight-Serenade" bezeichnete, zur hohen Qualität des Konzerts bei, das den Kunstherbst bereicherte. Die Sänger von "Contigo", die auch durch die Soloparts von Manuela Schwarzhuber und Tilo Beutmann glänzten, und ihr kreativer Leiter Jürgen Zach haben erneut bewiesen, dass sie Meister für experimentelle und gleichzeitig berührende Konzerte sind.
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