Oberviechtacher Boandlkramer bei Bürgermeister Martin Birner in Neunburg
Boandlkramer als Kultur-Export

Bei einer Probe verschaffte sich Bürgermeister Martin Birner (Dritter von links) einen Eindruck vom Engagement des "Brandner-Ensembles". Am 24. Juli und am 2. August wird das Volksstück aus der Feder von Kurt Wilhelm auf die Festspiel-Bühne im Burghof gebracht. Bild: pko
Kultur
Neunburg vorm Wald
12.06.2015
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So nahe war Bürgermeister Martin Birner dem Tod noch nie: Der Oberviechtacher Boandlkramer machte Station in Neunburg und wird im Sommer erneut versuchen, den Brandner Kaspar ins "ewig' Leben" hinüber zu geleiten.

Das beliebte Volksstück wird die Oberviechtacher "Brandner-Familie" am 24. Juli und 2. August bei zwei Aufführungen im Burghof auf die Bühne bringen. Bei 30 Grad im Schatten stöhnten die Darsteller aus der Nachbarstadt bei einer ihrer ersten Proben an dem neuen Aufführungsort. Dr. Florian Waldherr im warmen Kostüm des Boandlkramers rieb sich zwar wie einst Toni Berger im Bayerischen Fernsehen die "kalten" Hände, musste dabei aber schwitzen.

Mit viel Lokalkolorit

Das bekannte Volksstück "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben", wurde mit viel Lokalkolorit gewürzt und in die Gegend von Neunburg versetzt. Das Schauspiel-Ensemble, die "Brandner-Familie", übt zurzeit mit Feuereifer, Begeisterung und höchster Motivation auf der Hussiten-Bühne. Geprägt seien die Vorbereitungen von einem hervorragenden Miteinander mit den Neunburger Festspielern, bedankte sich Regisseur Martin Zimmermann bei Vorsitzendem Helmut Mardanow und Requisiten-Chef Jonas Norbert. "Auch die Unterstützung durch Bürgermeister Martin Birner ist enorm", hob der Regisseur hervor. Birner habe das Vorhaben sofort zur Chefsache erklärt und zeige, dass ihm die kommenden Aufführungen sehr am Herzen liegen. "Ich freue mich, dass das tolle Stück heuer in Neunburg aufgeführt wird", lobte der Bürgermeister die ehrenamtliche Arbeit der Spieler, die trotz der Hitze ihre Probe durchzogen.

Mit Pfalzgraf ins Paradies

Im Fundus des "Hussenkrieg" fand sich ein Kastenwagen, auf dem der Brandner Kaspar (Uli Wabra) gleich eine Proberunde drehen durfte. Übrigens wird in Neunburg Pfalzgraf Johann (verkörpert von Anton Alesik) persönlich die Marei (Maria Wabra) ins Paradies geleiten, wo bekanntlich bayerische Zustände herrschen. In Oberviechtach wurde auf der Kirchentreppe in die Tiefe gespielt, in Neunburg dagegen bietet der Platz mehr Weite und Breite. Diese zu füllen wird dem Ensemble sicher gelingen, und die Darsteller werden eine sehenswerte Inszenierung der Erzählung von Kurt Wilhelm bieten.
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