Ouvertüren, Arien und Duette begeistern das Publikum
Ein Feiertag klassischer Musik

Einen musikalischen Höhepunkt im Neunburger Kunstherbst boten die Smetana Philharmoniker (im Hintergrund) bei der Opern- und Operettengala in der Schwarzachtalhalle. Zusätzlich begeisterte ein Workshop-Chor mit Schülern des Regental-Gymnasiums Nittenau das Publikum. Die jungen Leute stimmten den Gesang der Landleute aus der Oper "Die verkaufte Braut" an. Bilder: weu (3)
Kultur
Neunburg vorm Wald
04.10.2016
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Mit herausragenden Stimmen und hinreißenden Melodien aus der Feder tschechischer Komponisten setzten die Smetana-Philharmoniker aus Prag einen glanzvollen Höhepunkt im Neunburger Kunstherbst. In der Schwarzachtalhalle eroberten drei namhafte Gesangssolisten die Herzen der Klassik-Fans.

Mit der fulminanten Ouvertüre aus Bedrich Smetanas Oper "Libusa" eröffneten die Smetana-Philharmoniker unter Chefdirigent Hans Richter die Opern- und Operettengala, die ganz im Zeichen großer tschechischer Komponisten stand und auch gänzlich in tschechischer Sprache gesungen wurde. Damit wurde die Tradition fortgesetzt, am Abend vor dem Nationalfeiertag in der Schwarzachtalhalle aufzutreten, und dem hiesigen "Feiertag der klassischen Musik" damit ein weiteres Kapitel angefügt.

"Das Sahnehäubchen"


"Musik ist die Würze des Lebens, ohne Musik ist alles nichts!" Mit diesen Worten begrüßte Beate Seifert, Vorsitzende des Kunstvereins "Unverdorben", die Gäste. Mit diesem Konzert sei es gelungen, dem Kunstherbstprogramm ein Sahnehäubchen aufzusetzen, Seifert sah es als den Höhepunkt im breitgefächerten Programm.

In den folgenden zwei Stunden waren Ouvertüren, Arien und Duette aus den bekannten Opern "Die verkaufte Braut", "Libusa", "Das Geheimnis" und "Dalibor" von Bedrich Smetana zu hören, ferner aus den Opern "Der Jakobiner" und "Rusalka" von Antonín Dvorák sowie der Operette "Polenblut" von Oskar Nedbal. Chefdirigent Hans Richter entführte das Publikum mit Hintergrundinformationen in die Welt der Opern und Operetten.

Erneut wartete die Gala mit herausragenden Gesangssolisten auf: Die Sopranistin Jana Srejma Kacirkova sang sich mit der Arie der Marenka aus "Die verkaufte Braut" von Anfang an in die Herzen der Zuhörer. Zusammen mit dem tschechischen Tenor Jaroslav Kovacs harmonisierte sie beim Duett von Helena und Popiel aus "Polenblut". Die Arie des Burgvogts aus "Der Jakobiner" schien dem Bariton Andrij Shkurhan - ein gebürtiger Ukrainer - auf den Leib geschrieben zu sein.

Nach der Pause trat der Workshop-Chor der Schülerinnen und Schüler des Regental-Gymnasiums mit dem Chor der Landleute "Warum sollten wir nicht froh sein" aus der verkauften Braut auf und erhielt vom Maestro "ein ganz großes Kompliment".

Bald folgt Neujahrsgala


Zum Abschluss bedankte sich Richter bei Kulturkoordinator Karl Stumpfi, mit dem er das Programm erarbeitet hatte. "Nun bin ich gefühlte 120 Jahre in Neunburg", meinte der Maestro scherzhaft, und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: "Heute bin ich das erste Mal von Karl Stumpfi gelobt worden." Richter dankte dem Publikum und lud für 5. Januar zur Neujahrsgala ein, bei der mit herrlich beschwingten Melodien das neue Jahr begrüßt wird. Nach langanhaltendem Applaus und Zugaben gab es für die Künstler noch Blumen und Wein als Präsente.
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