Renner-Ensemble begeistert mit Konzert "Prost, Neunburg"
Lobpreis auf Reinheit des Bieres

Unter dem Motto "Prost, Neunburg" stand das Konzert des Renner-Ensembles" im Pfarrsaal. Die 15 Sänger um musikalischen Leiter Hans Pritschet ließen in ihren Liedern und Gesängen das 500-jährige Bestehen des bayerischen Reinheitsgebots hochleben. Bild: frd
Kultur
Neunburg vorm Wald
24.10.2016
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Es war eine Laudatio auf Hopfen und Malz und ein Plädoyer auf die Gemütlichkeit im Wirtshaus. Beim Konzert "Prost, Neunburg" ließ das Renner-Ensemble mit Liedern und Gesängen das bayerische Reinheitsgebot hochleben.

Mit einem fröhlichen "Prost, Neunburg" begrüßte Stadtpfarrer Stefan Wagner am späten Sonntagnachmittag das Publikum im Pfarrsaal. Der Orgelbauverein hatte das Konzert organisiert und dafür das renommierte Renner-Ensemble unter der Stabführung von Hans Pritschet gewonnen.

Liedern wecken den Durst


In ihren Programm feierten die Sänger, die ihre musikalische Ausbildung zum Großteil bei den Regensburger Domspatzen erhielten, die Einführung des bayerischen Reinheitsgebots vor 500 Jahren. Der 15-köpfige Chor mit stimmgewaltigen Tenören, Bariton- und Basssängern, die auch gute Laune mitgebracht hatten, besangen das Zusammenspiel von Hopfen, Malz und Wasser in den höchsten Tönen und weckten damit den Durst ihrer Zuhörer.

Die zu Gehör gebrachten Liedern erstreckten sich über einen Zeitraum von 500 Jahren. Die Sänger stellten darin fest, dass nur "das beste Gewürz und nur der beste Hopfen" das edle Bier zu einem guten Gebräu mache und dass es bei schönem Wetter und unter lauschigen Bäumen im Freien getrunken noch viel besser schmecke.

Auch den Gaststätten war ein Abschnitt gewidmet. Unter anderem sang das Ensemble von Jonas, der im Walfisch einkehrt. Da es dort aber Salzwasser statt Wein gibt, bevorzugen sie den "Gold'nen Karpfen". Im Lied von Carl Attenhofer wurde "Margret am Tore" gewürdigt, die "das beste Bier im ganzen Nest" ausschenkt. Der Evergreen "Es gibt kein Bier auf Hawaii" durfte nicht fehlen.

Gesund mit Bier statt Tee


Nach der Pause luden die stimmgewaltigen Sänger das "Münchner Kindl" in den Pfarrsaal ein. Lustig ging's zu beim Gesang "Die vier Patienten", die zur Genesung anstatt vier Pfund Fliedertee lieber sechs Mass Bier trinken. Zum Schlussakkord tönte das traditionelle "What shall we do with the drunken sailor" durchs Pfarrheim. Am Ende brandete tosenden Beifall auf für ein Konzert, das 500 Jahre Reinheitsgebot mit ebenso reinen Stimmen verband.
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