Romy-Börner-Quartett begeistert mit Muttertagskonzert
Von Rosen und "Fräul'n Helen"

Romy Börner und ihre musikalischen Freunde Norbert Ziegler, Markus Fritsch und Oliver Hien (von links) begeisterten die Gäste im Schlosssaal mit ihrer bezaubernden Musik. Bild: weu
Kultur
Neunburg vorm Wald
12.05.2016
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Einen glanzvollen Abschluss des Muttertages bildete das Konzert des Romy-Börner-Quartetts in Schlosssaal. Sängerin Romy Börner und ihre musikalischen Kompagnons nahmen das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die deutsche Filmgeschichte der Vor- und Nachkriegszeit.

Mit Filmschlagern und Chansons von Hildegard Knef, Marlene Dietrich und Zarah Leander unterhielten die vier Musiker die Gäste, die der Einladung des Fördervereins der Städtischen Musikschule, den "Freunden der Musik", zu dem besonderen Konzert gefolgt waren. "In den 20er Jahren kam der Charleston auf, er galt als frivol. Die Kleider wurden kürzer und waren geschlitzt", erläuterte Romy Börner, die charmant durch das Programm führte. Dazu sang sie "Ich hab das Fräul'n Helen baden sehn".

Viel Applaus


Es folgte "Bel Ami", der Glück bei den Frauen hatte. Allen Müttern im Saal war das berühmte Lied "Für dich soll's rote Rosen regnen" von Hildegard Knef gewidmet, dem das ebenfalls bekannte Chanson "Ich brauch' Tapetenwechsel" folgte. "Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?" fragte Romy Börner kokett in einem Titel aus den 30er Jahren. Einen Abstecher zum Rummelplatz machte das professionelle Musikerquartett mit dem Lied "Das Karussell" und erntete dafür viel Applaus.

Auf Liebe eingestellt


Weiter in die 40er Jahre, in denen Sitte und Moral noch streng waren, ging die Reise, und man fragte auf musikalische Art: "Gnädige Frau, wo war'n sie gestern?" Natürlich durften die Titel "Der Wind hat mir ein Lied erzählt", "Kann denn Liebe Sünde sein", "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" und "Eins und eins" nicht fehlen.

Romy Börner erwies sich als exzellente Sängerin, die den Liedern einen besonderen Ausdruck gab, mal frivol, mal lustig, dann wieder nachdenklich. Den erstklassigen Gesang untermalte Norbert Ziegler mit seinem kräftigen Klavierspiel und wechselte sich mit den weichen Tönen der Bratsche oder Violine von Oliver Hien ab. Den entsprechenden Rhythmus gab Markus Fritsch am Bass vor.

"Könnt nicht heut' nochmal Sonntag sein?" war die musikalische Frage, die sicher allen Berufstätigen aus der Seele sprach. Mit "Sag beim Abschied leise Servus" und langanhaltendem Applaus wurde das Muttertagskonzert beendet, allerdings folgte noch eine Zugabe "Frauen sind keine Engel". Neben den herausragenden Musikern war auch das Büfett ein Highlight, das den Gästen in der Pause angeboten wurde.
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