Schwarzachtaler Heimatmuseum zeigt ab Sonntag "Neunburg im Bild"
Stadt aus Künstler-Blickwinkel

Von hochqualitativen Arbeiten bis hin zur Hobbykunst reicht die Bandbreite der verschiedenen Gemälde und Ansichten, die das Schwarzachtaler Heimatmuseum ab Sonntag in der Ausstellung "Neunburg im Bild" zeigt. Museumsleiter Theo Männer (rechts) und der Arbeitskreis können den Besuchern über 200 Bilder präsentieren.
Kultur
Neunburg vorm Wald
17.05.2017
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Sehenswerte und lokalhistorisch bedeutsame Dokumente und Exponate der lokalen Postgeschichte sind in der zweiten Ausstellung zu finden. Hier zeigt der Museumsleiter auf den Bauplan des Postgebäudes. Bilder: Mardanow (2)

Der Museumsbesuch wird zur Kunst-Reise durch Stadt und Umland: Edle Ölgemälde, farbenprächtige Aquarelle, meisterliche Kupferstiche und feine Bleistift-Zeichnungen präsentiert ab Sonntag die neue Sonderausstellung "Neunburg im Bild". Eine weitere Präsentation blickt in die Postgeschichte.

Pünktlich zum Internationalen Museumstag am 21. Mai beginnt im Schwarzachtaler Heimatmuseum die Saison. Für die neue Sonderausstellung hat der Arbeitskreis Museum um Leiter Theo Männer insgesamt 150 Neunburger Ansichten zusammengetragen. Die Bandbreite reicht von der Stadtsilhouette aus verschiedenen Blickwinkeln, über markante Gebäude wie Kloster, Dürnitz-Turm oder dem Gasthof Posthorn bis hin zu Darstellungen von Straßen und Plätzen wie Wassergasse und Burghof.

Von Dorrer bis Helferich


"Jeder bedeutende Neunburger Künstler ist mit einem Produkt in der Sonderausstellung vertreten", informierte Museumsleiter Männer bei einem Pressegespräch. Darunter sind Namen wie Cajetan Pacher, Michaela Krinner, Karl Mauermann, Rupert Preißl, August und Felix Helferich sowie Paula Kellermann. Aus dem Nachlass des Neunburger Multitalents Georg Dorrer belegen beispielsweise prachtvolle Ehrenbürger-Urkunden, verschiedene Ortsansichten sowie ein Tableau mit Werbegrafiken dessen künstlerisches Talent. Auch Strohlegearbeiten von Leopold Knötig sind vertreten.

Die älteste Ansicht stammt im Original aus dem 16. Jahrhundert. Die Neuzeit ist unter anderem mit Bildern des Münchner Künstlers Paul Pfennings vertreten, eine Vierfach-Ansicht Neunburgs mit unterschiedlichen Farbtönen hat Beate Seifert, Vorsitzende des Kunstvereins "Unverdorben", beigesteuert. Gemälde und Drucke tschechischer Künstler, die im Vorjahr ihre Kreativität während eines Aufenthaltes zum Kunstherbst spielen ließen, ergänzen die Ausstellung. Aber auch Werke von Hobbymalern und Schülerarbeiten haben Eingang ins Heimatmuseum gefunden.

Ebenso bunt und abwechslungsreich wie die Gemälde ist auch deren Stil-Palette: Ölbilder treffen auf Aquarelle, Bleistift-Zeichnungen begegnen Kupfer- und Stahlstichen. 40 verschiedene Leihgeber aus der Oberpfalz und Bayern haben für die Sonderausstellung Bilder zur Verfügung gestellt. Zum ersten Mal zu sehen sein wird ein Gemälde von Josef Burger (geboren 1887 in München). Das "bisher uns unbekannte Werk" (Museumsleiter Männer) zeigt die Stadtsilhouette aus nordöstlicher Richtung. Die Sonderausstellung setzt sich im Raum Stadtgeschichte fort: Hier sind weitere 65 Bilder, Gemälde und Ansichten aus Neunburg um Umgebung zu entdecken.

Per Post in Vergangenheit


Als Zugabe ist in der Sitzweil des Museums die Ausstellung der Briefmarkenfreunde Neunburg über die hiesige Postgeschichte aufgebaut. Sie führt die Besucher in die Zeit von Mühlradstempeln und Posthaltern zurück, dokumentiert die Standorte früherer Postämter und wartet mit antiquierten Briefen auf, die in teils kunstvoll verschnörkelter Schrift verfasst sind. Auch offizielle Urkunden über den Betrieb der Posthalterei, alte Telegramme und Postkarten haben sich erhalten.

Termine und ZeitenEröffnung

Die Sonderausstellung "Neunburg im Bild" wird am Sonntag, 21. Mai, ab 10 Uhr im Schwarzachtaler Heimatmuseum eröffnet. Die Begrüßung übernimmt Bürgermeister Martin Birner, zur Einführung spricht Museumsleiter Theo Männer. Die musikalische Begleitung übernimmt das Ensemble "Die Klanghölzer".

Öffnungszeiten

Bis Ende September ist das Schwarzachtaler Heimatmuseum jeweils Mittwoch von 14 bis 17 Uhr sowie Sonntag, 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, geöffnet. Besichtigungen sind auch nach Vereinbarungen unter 09672/4183 (Museum) oder 09672/9208421 (Touristinformation) möglich. (mp)
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