Smetana Philharmoniker Prag gastieren am 2. Januar in der Schwarzachtalhalle
Das Jahr beginnt im Walzer-Takt

Wollen auch beim Neujahrskonzert wieder miteinander harmonieren: Hans Richter, Dirigent der Smetana Philharmoniker Prag, und Tenor Antonio Rivera (vorne). Bild: Veranstalter
Kultur
Neunburg vorm Wald
21.12.2015
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Beim Neujahrskonzert am 2. Januar zünden die Smetana Philharmoniker Prag gleich das erste musikalische Glanzlicht an. Nach Wolfgang Bayerls krankheitsbedingter Absage übernimmt Dirigent Hans Richter auch die Moderation.

Im Dreivierteltakt führt diese musikalische Spritztour von Wien nach Budapest und Venedig, an die Wolga und nach Andalusien. Der von Chefdirigent Hans Richter aufgestellte "Fahrplan" hält die Zuhörer in Trab. Bis Fernost, in das "Land des Lächelns", führt die Tour d'horizont. Die berühmteste Arie aus dieser Operette von Franz Lehár gibt das Motto des Abends vor: "Dein ist mein ganzes Herz".

Von Donau bis Wolgastrand


Und über der Schwarzachtalhalle schwebt der Geist des unsterblichen Wiener Walzerkönigs. Von Johann Strauß Sohn erklingen zwei seiner schönsten Konzertwalzer, nämlich "Rosen aus dem Süden" und "An der schönen blauen Donau". Seine bekannte Polka "Eljen a magyar" bringt eine ungarische Note ins Spiel. Der Operettenkomponist Johann Strauß ist beim dritten Neunburger Neujahrskonzert mit der Ouvertüre und dem Gondellied aus "Eine Nacht in Venedig" mit von der Partie. Tenoralen Glanz verströmen zwei weitere Weltschlager der leichten Muse, komponiert von Franz Lehár und Emmerich Kalman: "Es steht ein Soldat am Wolgastrand" aus der Operette "Der Zarewitsch" und Tassilos Lied "Grüß' mir die Frauen in Wien" aus der Operette "Gräfin Mariza".

Der 65-jährige Maestro Hans Richter, ein gebürtiger Neunburger, unternimmt mit seinen Orchestermusikern und Gesangssolisten Antonio Rivera und Ester Pavlu auch wieder einen Abstecher in die hochdramatische Opernwelt. Mit der Ouvertüre "Habanera" und "Segudilla" aus Georges Bizets Oper "Carmen" sind Emotion pur im Neunburger "Kulturtempel" vorprogrammiert.

Zugabe zum Klatschen


Obwohl es nicht ausdrücklich auf dem Abendprogramm steht: Das Neujahrskonzert endet obligatorisch mit dem "Radetzkymarsch" von Johann Strauß Vater. Dieses zum rhythmischen Mitklatschen auffordernde Musikstück ist als Zugabe gesetzt - ganz nach dem großen Vorbild des Wiener Neujahrskonzerts am 1. Januar.

Eintrittskarten in den Preiskategorien 35, 30 und 25 Euro sind bei Vorverkaufsstellen in der Buchhandlung am Tor, im Büro- und Pressezentrum sowie in Oberviechtach im Reisebüro Koller erhältlich. Gruppenreservierungen zu ermäßigten Preisen sind an Hallenmanagerin Rosa Schafbauer, Telefon 09672/9208514, zu richten. Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr, Beginn des Konzerts um 20 Uhr.

Die GesangssolistenAntonio Rivera

Der mexikanische Tenor gastiert erstmals beim Neujahrskonzert. Chefdirigent Richter wurde auf ihn durch glänzende Zeitungskritiken aufmerksam. Das Rezensenten-Lob gilt Riveras "sinnlicher, perfekt geführter Stimme", ebenso wird sein "blitzsauber angesetztes hohes C" gefeiert. In seinem weit gefächerten Repertoire führt der Schüler des Startenors Francisco Araiza unter anderem die Partien des Herzogs ("Rigoletto" von Verdi), Rodolpho ("La Boheme" von Puccini), Ismaele ("Nabucco" von Verdi) und Alfredo ("La Traviata" von Verdi). Zurzeit ist Rivera hauptsächlich an rheinländischen Bühnen engagiert. Außerdem wirkt er als Gesangssolist in Konzerten mit und trat zuletzt in der Züricher Tonhalle auf.

Ester Pavlu

Sie zählt zu den talentiertesten Nachwuchs-Sopranistinnen in Tschechien. 2015 beendete sie ihr Studium an der Musik- und Tanzakademie der Musischen Künste Prag. Sie ist Gewinnerin und Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und Festivals wie beispielsweise des Internationalen Gesangswettbewerbes von Antonin Dvorak in Karlsbad, bei dem sie den dritten Preis und den Beno-Blachut-Preis gewann. Ihren Operngesang perfektioniert sie in einem Meisterkurs bei der weltberühmten Mezzosopranistin Eva Randová. Vor dem Prager Rollendebüt als "Carmen" gibt es am 2. Januar in Neunburg bereits zwei "Kostproben" vorab, dazu singt Ester Pavlu eine Arie aus Rossinis "Der Barbier von Sevilla".
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