Von „Hurt“ bis „Ring of Fire“

Robert Tyson in der Rolle von Johnny Cash und Tini Koehler als June Carter begeisterten zusammen mit den drei Musikern von "Cashbag" das Neunburger Publikum mit einer einzigartigen Show. Bilder: weu
Kultur
Neunburg vorm Wald
13.11.2016
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Drei erstklassige Musiker und ein charmanter und charismatischer Sänger mit authentischer Stimme - würde Johnny Cash noch leben, er hätte seine wahre Freude gehabt an dem Abend, der "A Tribute to Johnny Cash" war. Auch das Publikum war begeistert.

Kaum hatte die Band "Cashbags" die Bühne der Schwarzachtalhalle betreten und die ersten Takte gespielt, zeigte das Publikum durch Mitklatschen seine Begeisterung für die vier. Robert Tyson, in Florida geboren und seit über zehn Jahren in Dresden lebend, begrüßte die Gäste und führte in englischer Sprache durch das Programm.

Er sprach von einem "cold evening here in Neunburg", begrüßte "his wife June Carter" sowie den "Songwriter und Gitarrist Carl Perkins", der mit Sonnenbrille und typisch blauer Gitarre mit dem Song "Blue Suede Shoes" loslegte. Nach einigen flotten Stücken wie "I still miss you", "Orange blossom Special" und "A Boy named Sue", die das Publikum mittleren Alters zu wahren Begeisterungsstürmen hinrissen, sang Johnny Cash das sentimentale "If you could read my mind", das ihn nach einer steilen Karriere in den 50er und 60er Jahren und nach einem Abfall in den 80ern wieder hochbrachte.

Ebenfalls beeindruckend war das Lied "Hurt", das Cash nicht selbst geschrieben hat und das erst nach seinem Tod so richtig berühmt wurde. Mit "Suzanne" zollte die Band ein Tribut an den erst kürzlich verstorbenen Leonhard Cohen. Als besonderer Gast trat auch Cashs Frau June Carter (Tini Koehler) auf die Bühne. Mit "Jackson" und "If I were a carpenter" setzte sie besondere Akzente. Der mitreißende "Boom-Chicka-Boom-Sound" der Musiker begeisterte das Publikum, das es kaum auf den Stühlen hielt, besonders als der Song "Ring of Fire" gespielt wurde.

Nach der Pause gab es mit "Like a Rolling Stone" eine Hommage an Bob Dylan, der ein Freund von Johnny Cash war und kürzlich den Nobelpreis erhalten hat. Um das Feeling widerzuspiegeln, das man in den 50er Jahren bei Country-Konzerten hatte, wurden bei drei Stücken die Drums weggelassen, auf denen der studierte Schlagzeuger Tobias Fuchs normalerweise den unvergleichlichen Sound erzeugt. Robert Tyson als Johnny Cash, Stephan Koehler (Sologitarre) und Benny Brenner (Kontrabass) performten einige Lieder, darunter das Johnny Cash-Erkennungslied "I walk the line". Bei "Ghostrider" zogen die Musiker nochmal alle Register. Fazit des Abends mit Riesenapplaus und Zugaben: Der "Man in Black" wäre stolz gewesen!
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