Zur 1000-Jahr-Feier: "Oberpfälzer Heimatspiegel" mit drei Neunburger Beiträgen
Ritter, Post und Schenkungen

Darstellung des Ritters Caspar Nothaft von Wernberg. Repro: drr
Kultur
Neunburg vorm Wald
08.11.2016
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Neunburg/Pressath. In der neuesten Ausgabe des "Oberpfälzer Heimatspiegels" steht Neunburg mit seiner 1000-Jahr-Feier im Mittelpunkt. Gleich drei Artikel beschäftigen sich mit der Pfalzgrafenstadt.

Der Heimatspiegel erscheint jährlich im Pressather Verlag Eckhard Bodner. Stets bietet er ein buntes Kaleidoskop mit Gedichten, Erzählungen und Geschichtlichem. Hervorragende Fotografien ergänzen die Texte; die erwähnten Orte erstrecken sich von Ost nach West und von Nord nach Süd. Der Zeitbogen spannt sich vom Mittelalter bis ins Heute.

Die aktuelle Auflage rückt Historisches aus Neunburgs Vergangenheit in den Fokus. Da sich wegen der Stadt- und Schlossbrände, welche die Archive stark in Mitleidenschaft zogen, außer Allgemeinplätzen kaum etwas über die Stadt um das Jahr 1000 sagen lässt, hat Peter Pauly sich entschlossen über die Urkunde zu schreiben, in der Neunburg erstmals erwähnt wurde; dabei versucht er eine Deutung der meist aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen stammenden Bezeichnungen der erwähnten Ortsnamen. Das Dokument selbst beinhaltet Schenkungen - sogenannte Dotationen - des Kaisers an das Bamberger Domstift.

Hans-Peter Weiß hat die Neunburger Postgeschichte verfasst. Sie führt vom mittelalterlichen Meldereiter über das kaiserliche Postregal der Familie Thurn und Taxis in die Zukunft: im nächsten Jahr erscheint die Jubiläumsbriefmarke zur 1000-Jahr-Feier.

Jährlich schreibt auch Dr. Reiner Reisinger, Mitarbeiter des Schwarzachtaler Heimatmuseums, im "Oberpfälzer Heimatspiegel". Heuer beschäftigt er sich mit Caspar Nothaft und den Exponaten, die das Neunburger Museum über ihn zeigt. Die Nothaft waren im Mittelalter ein mächtiges Adelsgeschlecht, einer aus der Familie focht sogar bei der Schlacht von Hiltersried mit; die letzten Mitglieder des Clans starben in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Caspar Nothaft machte "hollywoodreif" von sich reden, als er auf ungewöhnliche Weise um die von ihm verehrte Jacoba Loesch warb. Und er erwies sich als Turnierheld; nachdem Neider das Gerücht verbreiteten, er hätte bei den Kampfspielen betrogen, rettete er seinen Ruf - in einer lebensgefährlichen Aktion.

Erhältlich ist der neue "Oberpfälzer Heimatspiegel" in Neunburg im Büro- und Pressezentrum und in der Buchhandlung am Tor.
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