Abschied von Richard Wagner - Respekt vor enormer Lebensleistung
"Unermüdlicher Motor"

Mit Oberamtsrat a.D. Richard Wagner wurde ein bedeutender Bürger Neunburgs zu Grabe getragen. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
07.12.2015
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Eine große Trauergemeinde aus treuen Weggefährten sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft, und Vereinen nahm Abschied von Ehrenbürger Richard Wagner, der im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Den Trauergottesdienst, der vom Kirchenchor und Trompetensoli umrahmt wurde, zelebrierte Pfarrer Stefan Wagner zusammen mit Andreas Hanauer und Richard Salzl. In seiner Predigt stand das von Richard Wagner geschriebene Buch "A ganz Beichl kannt i schreibn" im Mittelpunkt.

In diesem Titel stecken Schicksalsschläge sowie schöne und schwere Zeiten. Das Buch, das Pfarrer Wagner tief beeindruckt hat, erzählt von den Wurzeln, von dem, was Richard Wagner geprägt hat, sowie von den vielen Wegen seines Lebens. 58 gemeinsame Jahre hatte er in der Ehe mit seiner Frau Erna, die Söhne Peter und Richard waren stets sein Stolz. "Mit Weitsicht, Tatkraft und Nächstenliebe hat Richard Wagner seine Heimat geprägt", sagte Pfarrer Wagner.

Bürgermeister Martin Birner erinnerte in einer Gedenkansprache an Ehrenbürger Richard Wagner. Als 14-jähriger Gemeindedienstanwärter habe Wagner 1938 im Neunburger Rathaus seine Laufbahn begonnen, von 1975 bis 1980 führte er auch den Zweckverband Wasserversorgung. Bis zu seiner Pensionierung 1988 war er 30 Jahre als geschäftsführender Beamter "unermüdlicher Motor". "Mit sicherem Blick für alles, was positiv für die Stadt ist, mit unerschöpflichen Ideen und einer gesunden Portion Durchsetzungsvermögen hat er keine Mühen gescheut, sein Neunburg voranzubringen", sagte Birner. Dieser große Einsatz wurde 1988 mit der Ehrenbürgerwürde honoriert. Birner listete auf, wie Wagner für die Zukunft plante, schwierige Grundstückverhandlungen und das Aushandeln überdurchschnittlicher Fördermittel meisterte. "Ich verneige mich mit großer Bewunderung vor den Leistungen von Richard Wagner", schloss er und dankte im Namen der Feuerwehr Penting dem Ehrenmitglied für die Unterstützung beim Jubiläum. "Der Tod eines lieben Menschen ist das Zurückgeben einer Kostbarkeit": So verabschiedete sich die Marianische Männerkongregation. Seit 1948 gehörte der Verstorbene dem FC Neunburg an, er war Träger der Goldenen Ehrennadel. Für sehr emotionale Momente sorgte eine Enkelin, die den Opa als besten Geschichtenerzähler pries. Das Lied "Amol seng ma uns wieda" von André Gabalier setzte den Schlusspunkt, bevor Richard Wagner mit Trompetenklängen auf dem Friedhof beerdigt wurde.
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