Am Steuer der Stadtentwicklung

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe bringen sich mit Ideen und Vorschläge in die Stadtentwicklung ein: (von links) Günter Koller, Markus Winderl, Christian Blend, Melanie Landkammer, Michael Winderl, Erich Scharf, Alfons Forster, Peter Kindler, Martin Eisenreich und Werner Dietrich. Es fehlen Peter Scheitinger und Markus Greiner. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
11.09.2015
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Von Parkplatz bis Leerstand, von der Gastronomie bis zur Beratung für Existenzgründer: Mit vielen Aspekten zur Stadtentwicklung haben sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe bisher beschäftigt. "Neunburg soll auf vielen Feldern interessant werden", wünscht sich Bürgermeister Martin Birner.

Das elfköpfige Gremium soll Handlungsempfehlungen und Beschlussvorlagen für die Stadt entwickeln, wenn es um städtebauliche Belange geht und den ISEK-Prozess (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) begleiten. Nach der dritten Sitzung am Mittwoch, informierten die Mitglieder bei einem Pressegespräch über die bisherigen Ergebnisse.

Lebhafte Diskussionen

Bürgermeister Martin Birner rief in Erinnerung, dass die Etablierung der Steuerungsgruppe ein Wunsch der Stadt gewesen war. Es sei gelungen, Leute aus den unterschiedlichsten Bereichen (Banken, Versicherungen, Gastronomie, Gesundheit, Industrie, Handel) zur Mitarbeit zu gewinnen. Bei den bisherigen Treffen sei stets lebhaft und ausführlich diskutiert worden. "Auch wenn manchmal kein Blatt vor den Mund genommen wurde, blieb die Debatte immer respektvoll", berichtete der Bürgermeister.

Bei der ersten Sitzung am 3. Mai befasste sich die Runde mit den Themen Tourismus, Gastronomie und Beschilderung sowie mit der Vereinheitlichung von Öffnungszeiten. Aber auch über Stellplätze und Parkraumkonzept tauschte sich das Gremium bereits aus. "Es geht darum, Neunburg insgesamt weiterzubringen", erklärte Birner. Defizite sollen bearbeitet und nachgebessert werden.

Ein Hauptthema war der künftige Weg bei der Einzelhandelsentwicklung. "Das strikte Regulieren und der Versuch, den Einzelhandel in die enge Innenstadt zu drängen, hatte keinen Erfolg", stellt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung fest. Seit 2011 seien nur wenige Ansiedlungen oder Neueröffnungen gelungen, dagegen habe eine Vielzahl von Betrieben aufgegeben. Damit Neunburg aber als Einkaufsstadt erhalten und weiter positioniert werden kann, wird die Steuerungsgruppe dem Stadtrat empfehlen, sich von den Vorgaben ein Stück weit zu lösen.

"Steuerung des Einzelhandels ja, aber so, dass damit sowohl die Bedürfnisse des Handels und die Handelstendenzen als auch die Kundenwünsche berücksichtigt werden", so laute das Fazit der bisherigen Debatte. Zwar sollen mögliche Ansiedlungen nach wie vor im zentralen Versorgungsbereich verwirklicht werden. Da dies aber häufig nicht möglich sein werde, sollte der Einzelhandel im Weiteren auf den Ergänzungsstandorten beim Edeka-Markt (Rötzer Straße), an der Dorrer-/Söltlstraße und an der Amberger Straße konzentriert werden. Neben den typischen Nahversorgungssortimenten, die dort ohnehin teilweise schon vorhanden seien, sollten dort auch die Sortimente Schuh und Textil zugelassen werden.

Besonders am Herzen liege der Steuerungsgruppe die Belebung der Altstadt. Für diese gleichsam schwierige wie wichtige Aufgabe wurden verschiedene Möglichkeiten erörtert (siehe "Impulse für lebendiges Zentrum"). Zur Verwirklichung dieser Projekte wünschte sich die Gruppe Unterstützung über die Verfügungsfonds mit öffentlichen und privaten Mitteln. Denn Altstadtbelebung sei nicht nur eine Aufgabe der Stadt und der Eigentümer, Geschäftsinhaber oder Mieter dortiger Immobilien, sondern vielmehr aller Neunburger, gerade auch der örtlichen Wirtschaft.

Fürs Gemeinwohl engagiert

Der Bürgermeister bedankte sich bei den Mitgliedern der Steuerungsgruppe für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit um das Gemeinwohl. Die konkreten Ergebnisse sollen demnächst auch im Stadtrat vorgestellt werden.
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