Ansprache von Bürgermeister Martin Birner zum Volkstrauertag - Verantwortung für Soldaten im ...
"Kein Platz für Kriegshetzer und Vorurteile"

Lokales
Neunburg vorm Wald
16.11.2014
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"Die Würde des Menschen ist unantastbar", mahnte Bürgermeister Martin Birner am Samstag am Kriegerdenkmal an. Der Volkstrauertag sei ein stilles Gedenken an die Menschen, die unsägliches erleiden mussten.

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus und vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg. "Diese beiden Kriege forderten immense Opfer des Todes und menschlichen Erniedrigungen", so Birner. Weiter sagte er: "Seit nunmehr 13 Jahren sind deutsche Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. Das ist ein längerer Zeitraum, als beide Weltkriege zusammengerechnet gedauert haben. Das wirft Fragen auf, was Auslandseinsätze bringen und ob unsere Gesellschaft ihrer Verantwortung gegenüber den jungen Soldaten, die sie in Krisengebiete schickt, gerecht wird."

Friede, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte seien nicht selbstverständlich. Diese Werte müssen errungen und bewahrt werden - immer und überall. Es sei ein Privileg, in einer friedlichen Gegend, in einer freiheitlichen und toleranten Gesellschaft zu leben. Diese Werte zu schützen sei unser aller Verpflichtung. Zum Abschluss seiner Rede sagte das Stadtoberhaupt: "Ich bin froh, dass in unserer Stadt, in unserem Land viele Menschen zusammenstehen, um klarzustellen, dass bei uns Kriegshetzer, Feinde der Demokratie, Schürer von Vorurteilen gegen Fremde, gegen Andersdenkende und Andersgläubige keinen Platz haben. Wir verwahren uns dagegen, dass Neonazis versuchen, den öffentlichen Raum zu okkupieren und auch den Volkstrauertag für sich zu instrumentalisieren."

Danach gedachten Pfarrer Stefan Wagner und Pfarrer Gerhard Beck den unzähligen Toten: "Denn jeder von uns hatte einen Namen und seine eigene Biografie." Danach legten Pfarrer Stefan Wagner und Bürgermeister Martin Birner, sowie der Kreisvorsitzende der Soldaten und Kriegerkameradschaft Hans-Werner Habel und Georg Demleitner die Kränze am Ehrenmal nieder. Ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Josef schloss sich an.
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