Atmosphäre aus Farbe und Tanz

Die tänzerischen Leistungen und die phantasievollen Kostüme bei dem Tanzstück "Wenn nachts die Puppen tanzen" begeisterten die Zuschauer in der Schwarzachtalhalle. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
22.04.2015
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Ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild, farbenprächtige Kostüme und tänzerische Höchstleistungen kamen beim Publikum hervorragend an. Das Tanz-Musical "Wenn nachts die Puppen tanzen" bescherte der Schwarzachtalhalle eine Premiere.

In aufwendigen und phantasievollen Kostümen spielten und tanzten die Schauspieler und Tänzer im Alter von 8 bis 54 Jahren die Geschichte vom Puppenspieler Lorenzo, einer geheimnisvollen Unbekannten namens Morgana und natürlich Lorenzos Marionetten, die aus bekannten Märchen wie "Alice im Wunderland", dem "Zauberer von Oz" oder "Peter Pan" stammen. Idee und Text für das Musical stammen aus der Feder von Tanzpädagogin Bettina Gast, die neben Tabaluga-Musicals und "Spaceport" schon eine Vielzahl von mitreißenden Shows produziert hat.

35 Tänzer

Ihre Tochter Morgana, ebenfalls Tanzpädagogin, setzte die Ideen in ihrer eigenen Tanzschule choreographisch um und arbeitete eineinhalb Jahre mit den 35 Tänzern verschiedenen Alters, um diese bemerkenswerte Show auf die Beine zu stellen.

In dem modernen Märchen voll Traurigkeit, Romantik, Spannung und Magie ging es um den Puppenspieler Lorenzo (Jürgen Bucher) , der mit seiner geliebten Frau Benita ein eigenes Theater mit lebensgroßen Puppen erfolgreich führt. Als sie stirbt, verliert er allen Lebensmut und beschließt, das Theater nie mehr zu öffnen. Auf zwei Nebenbühnen wurden die Friedhofsszenen gespielt, hier lernte Lorenzo die geheimnisvolle Morgana (Morgana Gast) kennen, die ihm wieder neuen Lebensmut gab. Morgana erwies sich als exzellente Tänzerin und gab Lorenzo - zusammen mit dessen Puppen, die nachts zum Leben erwachen - wieder neuen Lebensmut. So kam es zum Happy-End.

Getanzt wurde unter anderem zur Musik des Komponisten Ludovico Einaudi ("Ziemlich beste Freunde"). Auch Melodien aus "Lord of the dance", "Riverdance" und "Fluch der Karibik" waren zu hören. 30 Choreographien in verschiedensten Tanzstilen, darunter auch Stepp- und Spitzentanz, waren zu bewundern. Höhepunkte waren die ausdrucksstarken Solotänze von Morgana Gast.

Balsam für Musikfreunde

Die dezente, fast meditative Hintergrundmusik, die das ganze Stück durchzog, schaffte zusammen mit den bunten Bühnenbildern, den tollen Kostümen und den tänzerischen Darbietungen eine wohltuende Atmosphäre und war Balsam für die Seele der Musikfreunde. Kräftiger Applaus zwischen den Tänzen und zum Schluss war der Dank des Publikums.

Kleiner Wermutstropfen war, dass die Stimmen der Schauspieler als Playback eingespielt wurden. Es bleibt zu hoffen, dass es den beiden Macherinnen finanziell möglich sein wird, weiter so beeindruckende Shows auf die Bühne zu bringen.
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