Badesaison kein Bauchplatscher

Im heißen Sommer 2015 war der Plansch- und Schwimmspaß im Neunburger Erlebnisbad besonders gefragt: Über 47 000 "Wasserratten" hatten in den Becken nach Abkühlung gesucht. Bild: agr
Lokales
Neunburg vorm Wald
27.09.2015
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So schmeckte der Sommer: Temperaturen jenseits der 30 Grad sorgten im Erlebnisbad für ein Besucher-Hoch. Über 47.000 Gäste suchten Abkühlung - fast 40 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Nun werden die Becken eingewintert.

"Sehr zufrieden" mit der Freibad-Saison sind Willi Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke Freizeit GmbH, und die für die Bäder zuständige Mitarbeiterin Rosa Schafbauer. Von Mai bis September planschten insgesamt 47.085 Besucher in den Becken - "das ist die zweitbeste Saison seit zwölf Jahren". Der Rekord datiert auf den "Jahrhundertsommer" 2003 zurück - damals wurden weit über 66 000 Badende registriert.

"Das war aber ein Ausnahmejahr", schränkt Meier ein. Denn damals hatten nicht nur heiße Temperaturen die Zahlen in die Höhe getrieben - zusätzlich war zu der Zeit das Freibad in Schwandorf wegen Renovierung geschlossen, außerdem fand in Neunburg noch die Beachparty statt.

Schwacher Start

Auffallend in der Statistik für heuer sei, dass das schöne und heiße Wetter im Juni, Juli und August für drei sehr gute Monate mit teils weit über 10 000 Gästen gesorgt habe, führte Meier aus. Absoluter Spitzentag war der 5. Juli: 1347 zahlende Gäste wurden an diesem Tag, einem Sonntag, gezählt. Im September dann ließ der Ansturm an Gästen wieder deutlich nach und reichte nicht mal mehr an die 1000 heran. Ähnlich war die Situation zum Auftakt der Freibad-Saison gewesen: Nach der Öffnung Mitte Mai wurden im ersten Monat lediglich 921 Gäste registriert.

Für die Sicherheit und den reibungslosen Betrieb sorgten die beiden Bademeister Armin Weinfurtner und Ewald Brunner, außerdem unterstützt die Wasserwacht-Ortsgruppe bei der Aufsicht regelmäßig mit zwei bis drei Kräften. Bei den Stadtwerken sind sie froh, dass die Schwimm-Saison erneut ohne Badeunfall vorüberging. "Meistens waren lediglich aufgeschlagene Knie oder Wespenstiche zu versorgen."

Im Rahmenprogramm ziemlich gut angekommen war der italienische Abend am 5. Juni, der gemeinsam mit der Pächter-Familie Servidio abgehalten wurde. Für das nächste Jahr soll eine ähnliche Veranstaltung stattfinden, eine Idee ist auch, sich ein Motto für die gesamte Saison zu überlegen. Zusätzlich soll Kindern etwas Spezielles geboten werden, "vielleicht so eine Art Spieleparcours", schwebt Rosa Schafbauer vor.

Nun fällt das Bad wieder trocken: Nach dem letzten Öffnungstag am 6. September begannen rund um die Becken die Arbeiten für das "Einwintern". Mit den Becken aus Edelstahl geht das wesentlich leichter von der Hand als mit den gefliesten Vorgängern. Außerdem: "Mit den Stahlbecken sparen wir unheimlich Betriebskosten." Alleine für die Beseitigung der Fliesenschäden waren jedes Jahr zwischen 30 000 und 40 000 Euro Reparaturkosten angefallen.

Holzfassade im Visier

"Wenn es sich im Wirtschaftsplan unterbringen lässt", so der Stadtwerkeleiter, soll im nächsten Jahr die Außenansicht des Erlebnisbades aufgepeppt werden. Die bisherige Holzfassade ist doch sehr pflegeintensiv, sagt Willi Meier. Ins Visier genommen werden soll die Innenfront Richtung Kiosk bis zur Wärmehalle. "So ein Bad ist Herausforderung und Verpflichtung zugleich", gibt Willi Meier zu verstehen. Für einen Fremdenverkehrsort wie Neunburg sei das Erlebnisbad ein wichtiger Standortfaktor.
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