Choräle gehen unter die Haut

Die acht Sänger von "The Gregorian Voices" versetzten die Zuschauer zunächst musikalisch ins Mittelalter, tauchten aber bei Popklassikern in der Gegenwart wieder auf. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
15.09.2015
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Die acht in Mönchskutten gekleideten Sänger der Gruppe "The Gregorian Voices" schafften es, in der nur dezent beleuchteten evangelischen Versöhnungskirche eine mystische Atmosphäre zu erzeugen, die an mittelalterliche Klöster erinnerte. Die Wirkung der Choräle wurde dadurch noch verstärkt.

Unter dem Titel "Gregorianik meets Pop" spannten die acht außergewöhnlichen Gesangssolisten mit ihrem Leiter Georgi Pandurov einen Bogen von einstimmigen gregorianischen Chorälen über orthodoxe Gesänge und Lieder der Renaissance und des Barock bis hin zu Klassikern der Popmusik. Alle acht Sänger stammen aus Bulgarien und haben eine klassische Gesangsausbildung absolviert.

Ins Mittelalter versetzt

Mit hervorragenden Stimmen und vielen Solostücken zeigte der Chor, dass Gregorianik auch heute noch lebendig ist. Neben vielen internationalen Auszeichnungen, die das achtköpfige Ensemble erhielt, war die größte wohl die seltene Erlaubnis, während ihrer Auftritte Mönchsgewänder tragen zu dürfen. Mit ihrer gesanglichen Darbietung, dem spärlich erleuchteten Kirchenraum und den Mönchskutten ließen sie die zahlreichen Zuhörer abtauchen und versetzten sie ins Mittelalter zurück. Die meditative Wirkung und die besinnliche, teils spirituelle Erfahrung gingen den Gästen unter die Haut. In der Pause servierten Pfarrer Gerhard Beck und sein Kirchenteam Sekt und Häppchen, die gerne angenommen wurden.

Im zweiten Teil des herausragenden Konzerts standen verschiedene Klassiker der Popmusik im Mittelpunkt. Da die Gregorianik in den 1990er-Jahren eine ungeahnte Renaissance in der Popmusik erfahren hatte, durften auch Titel wie "Sound of Silence" und "I'm sailing" nicht fehlen.

Publikum fasziniert

Die Songs "Knockin' on heaven's door", "Halleluja" und "Imagination" faszinierten die rund 120 Zuhörer so sehr, dass sie durch ihren begeisterten Applaus noch die drei Zugaben "Amazing Grace", "Thank you for the music" und "We are the world" erbaten, wodurch das herausragende Konzert einen glanzvollen Abschluss erhielt.
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