Dekanatsjugendvesper zum Thema "Heldengedenken"
Meist ungeplant zum Helden

Der Chor "Contigo" unter Leitung von Jürgen Zach (rechts) gestaltete die Dekanatsjugendvesper musikalisch. Bild: agr
Lokales
Neunburg vorm Wald
05.12.2014
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Mit dem Leitmotiv "Heldengedenken" befassten sich die Teilnehmer der Dekanatsjugendvesper in der Stadtpfarrkirche. Es zeigte sich, dass es auch heute noch Helden gibt, nur sind diese meist auf ihre Rolle nicht mehr so stolz wie noch früher.

Anlässlich des "Heldengedenkens", das in vielen Orten gefeiert wird, stellte Diakon Ulrich Wabra die Frage: "Ein Held - was ist das eigentlich?" So verehrten die alten Griechen große Kämpfer als Titanen, und in der einstigen Sowjetunion kannte man "Helden der Arbeit". In den Weltkriegen gab es Heldenkreuze in verschiedenen Variationen. Wer im Kampf fiel, war ein "Held des Vaterlandes". Sprecherin Verena meinte, dass sich Deutschland mittlerweile von den Kriegshelden verabschiedet habe. Zu bitter seien die Zerstörung und das Leid gewesen. Doch Maria meinte, dass es nach wie vor Helden gibt, nur sei man "heute nicht mehr so stolz darauf, ein Held zu sein".

Heute würden Menschen eher nebenbei zum Helden, meist ungeplant und ungefragt, wie die japanischen Feuerwehrleute, die in Fukushima die Reaktoren löschten. Oder der Familienvater, der sich bei einer U-Bahn-Schlägerei auf die Seite der Schwächeren stellte und zusammengeschlagen wurde. Auch die Lebensretter, die jedes Jahr in Bayern ausgezeichnet werden, zählten zu diesem Kreis. Stellvertretend für Menschen, die sich in der heutigen Gesellschaft einsetzen, vergaben Uli und Maria Wabra sieben Orden aus Pappe. Die musikalische Gestaltung übernahm der Chor "Contigo" um Jürgen Zach.
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