Dem Lernen mehr Raum geben

Die Architekten Barbara und Michael Steidl erläuterten Rektor Siegfried Bräuer, Schulrat Rudolf Hofmann und Bürgermeister Martin Birner (von links) die Pläne für die Erweiterung und Sanierung der Grundschule an der Ledererstraße. Bild: rid
Lokales
Neunburg vorm Wald
11.11.2015
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Am 22. Februar 2016 soll es nun endlich los gehen mit der Sanierung und Erweiterung der Grundschule an der Ledererstraße. "Alle baurechtlichen Genehmigungen sind inzwischen erteilt", versicherte Architekt Michael Steidl beim Fachgespräch im Lehrerzimmer der Schule.

Bürgermeister Martin Birner spricht von der größten städtischen Baumaßnahme der nächsten Jahre: 5,5 Millionen Euro werden der Neubau und die Sanierung des Altbestandes kosten. Dafür bekommt die Stadt eine Förderung von 50 Prozent. Mit 1,9 Millionen Euro ist der Bereich der Ganztagsbetreuung veranschlagt. Dafür gibt es 65 Prozent staatliche Förderung. Hinzu kommen später noch die Kosten für die Sanierung der Turnhalle. Das Raumprogramm ist für 320 Kinder ausgelegt. Nach der Fertigstellung wird die Grundschule einhäusig, die Schüler der Außenstelle ziehen in die Ledererstraße um.

Der neue Schulleiter Siegfried Bräuer sieht die Zeitverzögerung positiv. Er konnte dadurch seine Pläne von einer modernen Schule mit einbringen. "Wir wollen wegkommen vom Frontalunterricht hin zu raumorientiertem Lernen", erklärt der Rektor das Konzept. Ihm schwebt eine offene Schularchitektur mit einem "Marktplatz" vor, auf dem sich die Kinder austauschen können. Schulrat Rudolf Hofmann unterstützt das pädagogische Konzept. Es entspreche den Richtlinien des neuen Grundschullehrplans, der vor allem die Kompetenzen der Kinder fördern soll.

Neubau mit sechs Klassen

Der Ausbau zur Ganztagesgrundschule macht eine Erweiterung erforderlich. Die Stadt hat das notwendige Grundstück erworben und damit die Voraussetzungen für einen Neubau mit sechs Klassenzimmern geschaffen. Sind die Schüler dorthin umgezogen, beginnen die Sanierungsarbeiten im Altbestand. Im Bereich des Treppenhauses entsteht ein Foyer mit Sichtverbindung zu den übrigen Räumen. Das neue Treppenhaus und eine barrierefreie Erschließung werden an das Nordende des Gebäudes verlegt. Letzter Bauabschnitt wird dann die Sanierung der Turnhalle sein.

Architekt und Schulleitung wollen die Arbeiten so legen, "dass der Unterrichtsbetrieb möglichst wenig darunter leidet". Für Bürgermeister Martin Birner werde die erweiterte und sanierte Grundschule den Schulstandort Neunburg weiter stärken. Die Entscheidung, alle Klassen am Standort "Ledererstraße" zusammenzuziehen, habe sich als richtig erwiesen. Denn die Mittelschule an der Katzdorfer Straße entwickle sich positiv und könne die frei werdenden Räume der jetzigen Grundschule gut gebrauchen.
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