Der Vielfalt Mozarts begegnen

Die Mezzosopranistin Carolin Neukamm gehört zu dem Solisten-Sextett, das die Opern-Gala gesanglich begleiten wird. Bild: Photography Yerlikaya (hfz)
Lokales
Neunburg vorm Wald
03.06.2015
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Für Albert Einstein brachte er die "Schönheit des Universums" zum Klingen, Komponist Leonhard Bernstein würdigte sein "himmlisches Genie". Das Vermächtnis von Wolfgang Amadeus Mozart bringen die Smetana Philharmoniker Prag am 2. Oktober bei der Operngala zu Gehör.

Die Klassik-Freunde sind schon jetzt in Vorfreude: "Ganz ohne Werbung sind bereits rund 100 Karten verkauft", berichtet Rosa Schafbauer, Managerin der Schwarzachtalhalle, bei einem Pressegespräch. Bürgermeister Martin Birner sieht sich bestätigt, dass die Halle mittlerweile ein Aushängeschild geworden ist - "wir haben uns damit einen kulturellen Mittelpunkt und eine Marke erarbeitet".

Ouvertüren und Arien

Für die Neuauflage der "Neunburger Operngala" kündigte Hans Richter, Dirigent der Smetana Philharmoniker und gebürtiger Neunburger, einen Abend an, der sich dem "unglaublich vielfältigen Schaffen" von Wolfgang Amadeus Mozart widmet. Für das Programm ist die Wahl auf Ouvertüren, Arien und Szenen aus "Figaros Hochzeit", "Don Giovanni", "Cosi fan tutte" und "Die Zauberflöte" gefallen.

Sechs Gesangssolisten sind für die Gala verpflichtet worden: Die Sopranistinnen Olivera Mercurio (Belgrad), Hana Holodnáková (Prag), die Mezzosoprane Carolin Neukamm (Freiburg) und Denisa Neubarthová (Prag) sowie der Tenor Dong-Seok Im und Bariton Chul-Ho Jang (beide Südkorea). Auf sie und ihre Stimmbänder wird an diesem Abend einiges zukommen: "Mozart hat unglaublich anspruchsvolle Sänger-Partituren komponiert", weiß Richter. Gleichzeitig sei es frappierend, wie unterschiedlich seine Werke klingen - "oft glaubt man gar nicht, dass das der selbe Komponist ist".

Der Chefdirigent freut sich unter anderem auf das Quintett "Der Arme kann von Strafe sagen" aus der Zauberflöte, und macht beispielsweise Appetit auf die "fabelhafte Stimme" von Carolin Neukamm. Aber auch auf die beiden Künstler aus Asien darf das Publikum gespannt sein: "Südkorea verfügt über hervorragend ausgebildete Sänger."

"Mozarts Musik ist so rein und schön, dass ich sie als die innere Schönheit des Universums selbst ansehe." Mit diesem Zitat von Albert Einstein brachte Klassik- und Kultur-Beauftragter Karl Stumpfi seine Begeisterung für die nächste Operngala zum Ausdruck, die "zu Recht einem der größten Komponisten gewidmet ist". Er kündigte für diesen Abend ein "explosives Programm" an - "der Ruf der Schwarzachtalhalle als zentrale Kultur-Institution soll damit weiter gefestigt werden". Gleichzeitig werde die Operngala wieder ein Höhepunkt des Kunstherbstes, in dem insgesamt 20 Veranstaltungen vorgesehen sind.

"Kulturell etabliert"

Stumpfi ließ die mittlerweile dreijährige, gute Zusammenarbeit mit Hans Richter Revue passieren. Richter selbst freute sich, dass sich seine Geburtsstadt mittlerweile kulturell etabliert habe. Es sei damals eine gute Entscheidung gewesen, "keinen Konzertsaal in einer Turnhalle zu errichten".
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