Die Denkmal-Fesseln lockern

Dem neugewählten Führungtseam des CSU-Ortsverbandes gehören (von links) Michael Hösl, Andrea Troidl, Martin Birner, Josefine Sauerer, Ingo Simandi, Verena Binder, Hans Fischer, Peter Wunder, Dr. Christoph von Wenz, Thomas Albang, Anna Lottner, Gaby Irlbacher, Harald Klatzka, Peter Schießl und Stefan Baumgärtner an. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
27.03.2015
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"Ungebrochenen Elan" bekam Bürgermeister Martin Birner von CSU-Ortsvorsitzendem Peter Wunder bescheinigt. Damit will das Stadtoberhaupt auch die Altstadt voranbringen, und für dieses Ziel wünscht er sich ein Umdenken bei den Denkmalschützern.

Der CSU-Ortsverband wird in den kommenden zwei Jahren weiter von Peter Wunder geführt. Bei der Jahreshauptversammlung wurde er einstimmig bestätigt. Seine gesamte Mannschaft arbeitet an seiner Seite weiter, nur Peter Bauer hörte aus familiären Gründen als Schatzmeister auf. Seine Aufgabe übernahm Andrea Troidl.

Zuvor hatte Wunder den CSU-Bürgermeister Martin Birner gelobt: "Sein Elan hält seit der Wiederwahl an, und er versucht energisch, Baustellen zu beseitigen." Den Mitgliederstand bezifferte der Vorsitzende auf 154 Personen. Die vergangenen Jahre seien von der Kommunalwahl geprägt gewesen. Er dankte den Mitgliedern für die Unterstützung beim Plakatieren und den Wahlkampfauftritten. "Es hat sich rentiert: Der Bürgermeister wurde mit einem hohen Ergebnis wiedergewählt, und endlich stellen wir auch den Landrat."

Attraktive Jobs für Frauen

Während die Stimmen der 34 Wahlberechtigten ausgezählt wurden, erhielt Birner die Gelegenheit zu einem Sachstandsbericht über die Stadtpolitik. So sei 2014 ein Rekordhaushalt verabschiedet und millionenschwere Investitionen seien in die Bildung getätigt worden. "Die Schulen und die Wirtschaft in Neunburg arbeiten bestens zusammen", freute sich der Bürgermeister. Künftig müsse laut einer Untersuchung verstärkt ein Augenmerk auf die jungen Frauen gelegt werden, denn sie entscheiden über den Wohnort. Deshalb sollte Neunburg auch über attraktive Arbeitsstellen für die Bürgerinnen verfügen, um sie am Ort zu halten.

Viel Herzblut habe er in die Entwicklung der Altstadt hineingehängt und er wünsche sich, dass hier großzügiger gehandelt werden könne. Doch dazu müsse der Denkmalschutz mehr Handlungsspielraum lassen. Birner forderte mehr Unterstützung für Investoren in Projekte im historisch geschnittenen Raum: "Ansonsten wagt sich niemand an die Sanierung eines Hauses in der Altstadt."

Für positive Entwicklung

Bei allen Belangen stehe eine sachliche, konstruktive Auseinandersetzung an erster Stelle. "Gemeinsam kann etwas vorangebracht werden", blickte er auf den geplanten Neubau der Raiffeisenbank, den Kreisverkehr am Jobplatz und den Umbau der Männerkreuzung voraus. Auch das Umland werde nicht vernachlässigt, und alle Ortsteile würden mit Breitband erschlossen. Birner dankte auch für die angezeigte Hilfsbereitschaft im Hinblick auf die erwarteten Asylbewerber. Er war zuversichtlich, dass sich Neunburg mit den vielen geknüpften Netzwerken positiv entwickeln wird.
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