Ein Dorf stellt sich neu auf

Die Umbau- und Sanierungsarbeiten am "Aiherl-Hof" sind ziemlich weit fortgeschritten: Während das frühere Wohnhaus (links im Bild) mittlerweile ausgeräumt ist, zeigen sich das künftige Gemeinschaftshaus (rechts) und die Remise mit dem früheren Rossstall schon mit Holz verkleidet. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
01.03.2015
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Fast 8000 Stunden Arbeit haben die Bewohner von Mitterauerbach schon in die Sanierung des "Aiherl-Hofs" gesteckt. Außerdem werden rund um die Ortschaft über sieben Kilometer Flurwege ausgebaut.

Der Stadtrat nahm am Donnerstag die Zwischenberichte über die Sanierung des Dreiseithofes und den Stand der Flurneuordnung zur Kenntnis. Das denkmalgeschützte Anwesen wird zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut, der Stadtrat hatte den Bauentwurf im Januar 2012 mit berechneten Kosten in Höhe von 1,172 Millionen Euro gebilligt.

Schon viel geschafft

Für die Dorfgemeinschaft erläuterte Markus Kurz den Fraktionen die bisher geleisteten Arbeiten am "Aiherl-Hof", Mitterauerbach 2. Mit einer Präsentation ließ er unter anderem Erschließungs- und Installationsarbeiten, die Isolierung und Fußboden-Verlegung im Dachboden des künftigen Gemeinschaftshauses sowie die erfolgte Außenverkleidung mit Holz Revue passieren.

Arbeitsschwerpunkt im Vorjahr sei der Umbau der früheren Scheune gewesen. Die Fundamente des ehemaligen Rossstalls und das alte Mauerwerk der Remise wurden entfernt. Der felsige Untergrund bereitete viele Mühen bei den Arbeiten für das neue Fundament. Auch bei der Naturstein-Verkleidung packten die Dorfbewohner mit an. Mittlerweile sind die Dächer von Scheune und Gemeinschaftshaus gedeckt, die Fassade der Scheune wurde mit Holz verschlagen. Mit eindrucksvollen Zahlen belegte Markus Kurz den Eifer und den Einsatzwillen der Mitterauerbacher: An bisher 420 Arbeitstagen in den vergangenen beiden Jahren seien 7950 Arbeitsstunden und 500 Maschinenstunden erbracht worden.

Architekt Michael Steidl belegte, dass sich die bisherigen Ausgaben fast punktgenau mit der Planung deckten. Zur Zeit seien die statischen Zimmerer- und Baumeisterarbeiten ausgeschrieben, mit den Ergebnissen werden in Kürze gerechnet. Sobald es die Witterung erlaubt, soll das Projekt weitergehen. Der Planer würdigte die enormen Leistungen der Dorfgemeinschaft, besonderes bei den bisherigen Zimmererarbeiten und an der Natursteinmauer sei "besonderes fachliches Können" an den Tag gelegt worden.

Bürgermeister Martin Birner würdigte die Begeisterung der Bürger für dieses Projekt und lobte ihren Fleiß. Stellvertretend überreichte er ein Geschenk an "Antreiber und Motivator" Laurenz Lorenz. Auch quer durch die Fraktionen wurde das Engagement gewürdigt, zweite Bürgermeisterin Margit Reichl sah die Sanierung als "Vorzeigeobjekt für die gesamte Dorferneuerung", das über Neunburg hinaus wirke.

Graben renaturieren

Den Blick auf die Flurneuordnung richtete im Anschluss Baudirektor Werner Bachseitz, Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. So laufe der "Vorausbau" der Wege seit 2013, Auftragnehmer ist die Firma Ruider aus Enzenried. Insgesamt seien 18 Wege (Gesamtlänge 7,3 Kilometer) und 6 Regenrückhaltebecken geplant. Demnächst werde die Planung für die Renaturierung des Rötzgrabens in Auftrag gegeben.

Die weitere Marschroute für Dorf und Fluren ist Gegenstand einer Teilbürgerversammlung in Mitterauerbach am 25. März. Dabei stehen die Bauprojekte und künftige Maßnahmen im Blickpunkt.
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