Ein gewitztes Opern-Spektakel

Lokales
Neunburg vorm Wald
27.10.2015
31
0

Das Publikum wurde Zeuge des "größten Opernprojekts aller Zeiten". Herausragende Musiker, bekannte Opernklassiker und die starke Stimme von Michael Weigert ließen die Veranstaltung "Quasi una Opera" zu einem Erlebnis werden.

"Ich begrüße Sie zu einem einmaligen, unglaublichen Event", hatte Sänger Weigert die Zuhörer begrüßt. Dieser Einstieg in das "größte Opernprojekt aller Zeiten" ließ schon erahnen, dass es sich bei dem Konzert im Schlosssaal um eine nicht ganz ernst gemeinte Performance handelte. Das Ensemble des "Ersten kleinen Salonorchesters" wolle in die Tradition Richard Wagners treten, erklärte Weigert, und "Neunburg hat mir zugesichert, hier mein Opernhaus zu eröffnen. Die Schwarzachtalhalle wird zum Michael-Weigert-Haus."

Mit "Nessun dorma" aus der Oper "Turandot" von Giacomo Puccini wurde der Abend eröffnet. Wie bei jeder Oper gehe es bei "Quasi una Opera" um Liebe, Leidenschaft, Intrigen und Dummheit, erklärte Michael Weigert und stellte die "Hauptfiguren" der Oper vor. Zum musikalischen Gerüst gehörten Magdalena Weigert (Flöte), Ulrich Gieseke (Konzertmeister/Violine), Aleksander Huber (Violoncello), Martin Hagmaier (Flügel) und Weigert als Sänger.

Applaus für eine Traumwelt

In der Handlung der Oper verliebt sich Franz-Josef, ein Gärtner aus Deutschland, in die Eisverkäuferin Mariella. Bis es aber zum Happy-End der beiden kommt, sind viele Intrigen und Hindernisse zu überstehen. Es geht auch nach Italien, wo die "Sonne über Capri" besungen wurde. Der wilde Reigen von "La Danza" von Gioachino Rossini spiegelte die paradiesische Traumwelt des Liebespaars wider und wurde mit langem Applaus bedacht.

Plötzlich klingelte Weigerts Handy. Er entschuldigte sich, gab seine Partitur ins Publikum und verschwand. Scheinbar spontan ging die Neunburgerin Felicitas Mandon auf die Bühne und sang erstklassig "Lascia mi pianga" von Georg Friedrich Händel. "Die Umbenennung der Halle ist durch", informierte Michael Weigert, nachdem er von seinem Telefonat mit "Horst Seehofer" zurück war. Er sang "Summertime" von George Gershwin und entließ die Zuhörer mit "La donna e mobile" aus Verdis "Rigoletto" in die Pause. Das Team der Musikschule um Leiterin Barbara Nutz, das diesen Abend auf Vermittlung von Alexander Lottner arrangiert hatte, bot im Foyer leckere Spezialitäten an, die begeistert angenommen wurden.

Publikum dankt mit Beifall

Nach der kulinarischen Pause ging es mit "Funiculi, funicula" weiter. "Granada", "Vieni sul mar" und "Celeste Aida" durften als Höhepunkte in der fiktiven Oper natürlich nicht fehlen, bis es mit dem bekannten Lied "Dein ist mein ganzes Herz" von Franz Lehar zum glücklichen Ende zwischen Franz-Josef und Mariella kam. Lang andauernder Beifall belohnte die großartige Leistung der fünf Musiker aus Lappersdorf, die das Projekt "Quasi una Opera" gemeinsam gegründet haben, um mit den Einnahmen ihrer Konzerte den Kauf eines Flügels für das neu entstandene Kulturzentrum Lappersdorf zu unterstützen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.