Ein Glücksfall für Neunburg

Staatsministerin Emilia Müller (rechts) und Bürgermeister Martin Birner (links) führten die Schar der Gratulanten an, als Ehrenbürger und Heimatpfleger Theo Männer (mit Gattin Burga) seinen 75. Geburtstag feierte. Das vielfältige Engagement des Jubilars auf den Sektoren Kultur- und Denkmalpflege wurde dabei besonders hervorgehoben. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
02.02.2015
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Sein unermüdlicher Einsatz hat der Heimatgeschichte neuen Auftrieb gegeben. Als Theo Männer - Ehrenbürger, Heimatpfleger, langjähriger Stadt- und Kreisrat - seinen 75. Geburtstag feierte, wurde deutlich, wie sehr sich der Jubilar um die Pfalzgrafenstadt verdient gemacht hat.

Im Gasthof Sporrer hatten sich Familie und Freunde, ehemalige Lehrerkollegen, Wegbegleiter aus der Kommunalpolitik, Vertreter von Festspiel und Museum zu Ehren Männers versammelt. Für einen schwungvollen Auftakt sorgten die Stadtkapelle und das "Seebarner Gwiach". Er habe zwar "ein paar graue Haare mehr", wie der Jubilar in seiner launigen Begrüßung feststellte, doch in puncto Gesundheit könne er nicht klagen. Er nutzte die Gelegenheit zu einem Dank an Ehefrau Burga: Sie halte ihm bei allen Aktivitäten den Rücken frei.

"Erfüllte Jahre"

Männers "unermüdlichen Einsatz für seine Heimat" würdigte Emilia Müller, bayerische Sozialministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Er könne auf erfolgreiche und erfüllte Jahre zurückblicken. Mit seiner Leidenschaft für Heimat, Kultur und Geschichte sei es ihm gelungen, Neunburgs historische Identität zu stärken. So sei das Festspiel "Vom Hussenkrieg" ohne ihn nicht vorstellbar gewesen und mit der Gründung der Vereinigung der Städte mit hussitischer Geschichte und Tradition habe er Pionierarbeit für die deutsch-tschechische Freundschaft geleistet.

Einem "wichtigen Botschafter für die Pfalzgrafenstadt" gratulierte Bürgermeister Martin Birner. Von Museum bis Festspiel, als Beauftragter für Altstadtsanierung, Organisator der historischen Festzüge und als langjähriger zweiter Bürgermeister habe sich Theo Männer um Neunburg verdient gemacht. "Wir dürfen uns glücklich schätzen, so jemanden in der Stadt zu haben." Er wünschte weiterhin Gesundheit und Schaffenskraft. Der Abend ging unterhaltsam weiter: Im Sketch "Zurück in die Zukunft" zeigte der Arbeitskreis Museum, dass Männers Vermächtnis selbst einmal in der Oberpfälzer Kolonie auf dem Mars für Eindruck sorgen wird.

Kümmernis und Nepomuk

Der Festspielverein ließ die heilige Kümmernis und den heiligen Nepomuk auftreten, die Männers Sorge um kulturhistorische Kleinode herausstellten. Bruder Karl Männer beschrieb die vielseitigen Arbeitsfelder des Jubilars in Reimform. Das Duo Anton Lottner/Josef Sochor begleitete die Feier musikalisch. Bereits am Donnerstag, dem richtigen Geburtstag des Jubilars, hatte Männer zahlreiche Gratulanten zum Weißwurst-Frühschoppen empfangen. Neben der Stadtspitze mit den Bürgermeistern Martin Birner und Margit Reichl, wünschten für die Pfarrgemeinde Pfarrer Stefan Wagner, Pater James Philip und Diakon Uli Wabra alles Gute. Desweiteren überbrachten zehn Vereine ihre Glückwünsche. Auch die Gregor-von-Scherr-Realschule hatte ihre ehemalige Lehrkraft - von 1967 bis 2002 - nicht vergessen: Musikalisch unterstützt durch das Lehrer-Ensemble "Die lustigen Vier" überbrachten Schulleiterin Diana Schmidberger und Konrektor Bernhard Lehner gute Wünsche.
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