Ein Halali hoch zu Ross

Insgesamt 16 Sprünge waren bei der 35. Herbstjagd zu meistern. Die beiden "Füchse" Günter Koller und Jasmin Wild führten das Reiterfeld an. Bild: digge-zigge.de
Lokales
Neunburg vorm Wald
15.10.2015
5
0

Fast 100 Reiter sind bei der Herbstjagd des Schwarzachtaler Reit- und Fahrvereins in den Sattel gestiegen. Bereits zum 35. Mal wurde durch Wald und Wiesen galoppiert und dabei an den verstorbenen Vereinsgründer erinnert.

Zur Jubiläumsjagd hatten sich über 60 Reiter auf dem Kollerhof versammelt. Zahlreiche Besucher und Zuschauer waren dabei, als der Pentinger Pfarrer Theo Schmucker die Pferde segnete. Zum Bügeltrunk vor dem Aufbruch, brachten die Jagdhornbläser St. Hubertus aus Schwandorf stimmungsvolle Klänge zu Gehör.

Aufgalopp ohne Hürden

Das Jagdfeld formierte sich hinter Master Karl-Heinz Klein und den "Füchsen" aus dem Vorjahr, Günter Koller und Jasmin Wild. Der Master folgt den Füchsen, und danach wird das Springerfeld von den Frontpikeuren angeführt, die Mittelpikeure markieren die Grenze zum Nichtspringerfeld, und die Schlusspikeure achten am Ende der Gesellschaft darauf, dass das Feld zusammen bleibt. Der Aufgalopp - die erste Galoppstrecke ohne Hindernisse - führte durch ein nahe gelegenes Tal. Auf der Strecke warteten insgesamt 16 Sprünge, die auf Wiesen rund um den Kollerhof aufgestellt waren. Die Hindernisse hatten Mitglieder aus Baumstämmen aufgebaut und geschmückt.

Nach zweieinhalbstündigem Ritt durch Wald und Flur wurde auf dem Demleitnerhof in Kleinwinklarn gerastet. Nach der Pause schlugen die Reiter den Rückweg zum Kollerhof ein, wo auf einer Wiese nahe dem Anwesen das Abschlussrennen statt fand. Dabei werden - getrennt nach Damen und Herren - die neuen Füchse bestimmt.

Dieses Jahr gewannen Nadine Seebauer auf Sissy de Luxe, einem Pony aus Günter Kollers Zucht, und Tobias Riedl auf dem Schulpferd Quirin. Beide werden nächstes Jahr zusammen das Jagdfeld anführen. In seinem Schlusswort bedankte sich zweiter Vorsitzender Roland Diehl bei den Landwirten, die ihre Wiesen für die Jagd zur Verfügung gestellt haben. Danach wurde noch die traditionelle Jagdgabe, der Bruch, ein Sträußchen herbstlicher Blätter und Beeren, verteilt.

Keine Zwischenfälle

Zur Jugend- und Einsteigerjagd stiegen am nächsten Tag erneut über 30 Reiter in den Sattel. Bei sonnigem Herbstwetter machte sich die Jagdgesellschaft, angeführt von Master Jasmin Wild, auf den Weg. Erneut sorgten die Jagdhornbläser für das musikalische Geleit. Die neuen Füchse für das nächste Jahr wurden aus dem Kreis der unter 18-Jährigen bestimmt. Dabei kommt jeweils ein Teilnehmer aus dem Großpferde- und einer aus dem Ponyteilnehmerfeld zum Zug. Diesmal hatten Silva Stadelbauer auf ihrem Pferd Alba und Sofia Wild auf dem Schulpony Cinderella die Nase vorn. Besonders erfreulich war es, dass beiden Jagden ohne große Zwischenfälle über die Bühne gingen. Die wenigen Stürze hatten keine nennenswerten Verletzungen zur Folge.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.