Eine Dosis "kleiner Prinz"

Liebe ist die zentrale Macht, um die sich die Geschichten vom kleinen Prinzen gruppieren. Ihr hat sich Autor Johann Maierhofer nicht nur in Worten, sondern auch mit gemalten Buchstaben in der Kalligraphie genähert. Bild: Bugl
Lokales
Neunburg vorm Wald
12.11.2015
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Buchstaben sind schon immer die Spielwiese von Kalligraph und Autor Johann Maierhofer. Jetzt ist dort der kleine Prinz aufgetaucht, Antoine de Saint-Exupéry stand Pate: In seinem Sinne wollte der 56-Jährige mit Neunburger Wurzeln die Kultfigur neue Welten erkunden lassen.

"Der kleine Prinz und der Mond - Neue Geschichten einer alten Reise", heißt das schmale Bändchen, das jetzt im Karl-Rauch-Verlag erschienen ist. Im gleichen Verlag, der vor Jahrzehnten auch die Werke von Saint-Exupéry herausgebracht hat. Ein Nachhall des berühmten Autors klingt auch in den 19 Geschichten an, die Johann Maierhofer verfasst hat.

"Ich wollte dabei nicht auf einer Welle reiten, sondern hineinspüren, ob der Autor sich darüber freuen würde, dass diese Geschichten geschrieben werden", bekennt der 56-Jährige, der vielen Neunburgern vor allem als Kalligraph bekannt ist. Es sollte auch keine Fortsetzung des Originals werden. "Der kleine Prinz ist ja über sechs Planeten angereist und war schon 365 Tage auf der Erde, bevor er den Piloten traf", hat Maierhofer festgestellt. "Dieses Sujet gibt noch einiges her", folgerte er und machte sich im Sommer 2012 daran, bei allem Respekt vor dem Schöpfer des kleinen Prinzen die Kultfigur in neue Begegnungen zu verwickeln. So trifft der kleine Prinz auf Maler, auf eine Braut, einen Arzt oder sogar einen Kalligraphen.

Es sind einfache Wahrheiten, die sich da zwischen den Zeilen auftun. Wahrheiten, die der Autor für seine Leser am liebsten homöopathisch dosieren möchte, damit nichts von ihrer Wirkung verloren geht. Höchstens eine Geschichte pro Tag, lautet seine Empfehlung, um einer Übersättigung vorzubeugen.

Aus einem Guss

Er selbst hat sich mit den Geschichten nicht allzu lange Zeit gelassen, sie "aus einem Guss" formuliert. "Ich habe das Glück, dass die Geschichten zu mir kommen", sagt der 56-Jährige, der seit 26 Jahren überwiegend in Regensburg lebt. "Es müssen nur die Bedingungen passen." Und wie sehen die aus?

"Ich brauche die Öffentlichkeit in Straßencafés oder an Badeseen zum Schreiben, mit Leuten um mich herum - aber keinem, der mich anquatscht", gesteht der Autor. Aber auch Selbstdisziplin gehört für ihn zum Schreiben. "Die Kalligraphie schult Ausdauer, Disziplin und Konzentration", meint Maierhofer, der dieses Hobby schon vor Jahren zum Beruf gemacht hat. Klar, dass auch sein kleiner Prinz davon profitiert: Auf handgeschöpftem Papier aus Indien hat er eher minimalistisch und mit sparsamer Farbgebung den kleinen Mann in Szene gesetzt. Nur das Bild auf dem Buchtitel stammt nicht von Maierhofer. Es geht auf das Konto von Renata Heimerl, stellvertretende Vorsitzende des Neunburger Kunstvereins Unverdorben.

Jetzt, wo das Bändchen auf dem Markt ist, hat sein Verfasser vor allem einen Wunsch: "Ich möchte, dass die Menschen von den Geschichten berührt werden", sagt der Vater des neuen kleinen Prinzen: "Ich habe die Vision, dass sie vielen gut tun könnten."

Kostprobe

Eine Kostprobe aus dem neuen Werk gibt es am Donnerstag, 26. November, um 19 Uhr im Seminarium (Untermurnthal 1), wenn der 56-Jährige beim "Oberpfälzer Advent" zusammen mit Bernd Woschée zu einer Lesung mit Musik auf die Bühne tritt. Das 70 Seiten starke Büchlein "Der kleine Prinz und der Mond" kostet 9,90 Euro. Erhältlich ist es in Neunburg bei Manuelas Werbewelt und im Pressezentrum sowie im Buchhandel oder direkt beim Autor unter Telefon 0163/1747389.



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Weitere Informationen im Internet:

http://www.schriftkunst.de
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