Einsatzbereit zu jeder Zeit

Einer von insgesamt 15 Bränden im Jahr 2014 rief die Neunburger Stützpunktwehr am 2. Oktober nach Kleinwinklarn, wo ein Doppelhaus in Flammen stand. Die Gesamtzahl der Einsätze belief sich auf 117. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
21.01.2015
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Auch wenn die Stützpunktwehr im Vorjahr zu deutlich weniger Einsätzen gerufen wurden, die Zügel ließen die Aktiven deswegen nicht schleifen. Kommandant Bernhard Käsbauer und seine Truppe hielten sich mit 1700 Ausbildungsstunden bereit für den Ernstfall.

In der Jahresversammlung der Feuerwehr Neunburg (NT berichtete) zog der Kommandant einen Schlussstrich unter das Dienstjahr 2014. Die 89 ehrenamtlichen Aktiven seien an allen Tagen einsatzbereit gewesen, um für die Bevölkerung zu allen Tages- und Nachtstunden Hilfe leisten zu können. Die Einsatzstatistik belegte, dass insgesamt 117 Mal ausgerückt wurde.

Fast 80 Übungen

Während die Personalstärke im vergangenen Jahr leicht gestiegen sei, ging die Zahl der Einsätze deutlich zurück, berichtete Käsbauer. Auslöser dafür sei zum einen die Umstellung der Alarmierung zur Integrierten Leitstelle Amberg und zum anderen "ist in unserem Schutzbereich erfreulicherweise einfach weniger passiert". Zur Aus- und Fortbildung besuchten 20 Männer und Frauen 6 Lehrgänge und zusätzlich legten 13 Mitglieder der Gruppe Absturzsicherung den Lehrgang "Modul Absturzsicherung" ab. Die Ausbildung nahm 1710 Stunden in Anspruch, in denen 76 Übungen absolviert wurden. Mehrere Teams legten erfolgreich verschiedene Leistungsabzeichen ab und drei Löschgruppen nahmen am Oberpfalzcup in Pleußen teil.

Schulungen für Betriebe und Schulklassen rundeten das Programm ab. Besonders hob Käsbauer die Projektwochen "Feuerwehr" mit den Ganztagsklassen der Mittelschule hervor. Zwölf Jugendliche konnten am Ende Stufe 1 der "Jugendflamme" ablegen. Im Ferienprogramm sei die Veranstaltung "Feuerwehr Live" bei sehr vielen Kindern bestens angekommen, bewertete der Kommandant das rege Interesse an Arbeit und Gerätschaften der Feuerwehr. Die Partnerschaft mit der Feuerwehr im tschechischen Holýsov (Holeischen) wurde ebenfalls vertieft und gepflegt.

"Die Verantwortung unserer Gerätewarte ist immens hoch", dankte Bernhard Käsbauer den Kameraden Stefan Beer, Stefan Meier, Michael Niegel und Toni Seidel für ihre Mühen bei Fahrzeug- und Gerätepflege. Die Atemschutzgeräte betreuten zuverlässig Bernhard Arnold und Thomas Weingärtner. Käsbauer betonte das vielfältige Engagement rund um Ausrüstung und Gerätehaus - "wir sind in der glücklichen Lage, diese wichtigen Aufgaben noch ehrenamtlich bewältigen zu können", lobte er seine Mannschaft.

Engagierte Jugendwarte

Der Kommandant erwähnte die gute Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrverein, diese Unterstützung ermögliche viele Anschaffungen. Oftmals werde aber persönliche Schutzausrüstung auch aus dem eigenen Geldbeutel bezahlt. Stolz sein könne die Wehr auf die Jugendwarte Nicole Wartha und Stefan Beer, die zusammen mit Toni Seidel und Josef Ettl den Nachwuchs für den Dienst bei der Feuerwehr ausbilden.

Der Fuhrpark der Stützpunktwehr wird demnächst sein Gesicht verändern. Kommandant Käsbauer gab einen Ausblick auf die Vorführung neuer Drehleitern im Frühjahr und die Ausschreibung für ein Mehrzweckfahrzeug. "Diese Veränderungen werden unseren ganzen Einsatz fordern", gab er zu verstehen. Er stellte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Führungskräften der Feuerwehren im Landkreis heraus. Diese Kombination ermögliche eine erfolgreiche Arbeit der Wehren im Stadtgebiet. Mit der Hilfe von Gönner und Unterstützern hoffte Käsbauer, auch heuer wieder die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten zu können.
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