Endspurt für Abwasserkonzept

Lokales
Neunburg vorm Wald
18.05.2015
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Bereits in knapp zwei Wochen soll der Bau der Ortskanalisation in Warberg beginnen. Mit der Vergabe der Bauarbeiten ebnete der Werkausschuss die Weichen dafür. Damit wird das letzte Loch im Kanalnetz gestopft.

Wie Stadtwerke-Leiter Willi Meier eröffnete, hatten sich auf die mit Stadt und Wasser-Zweckverband Nord-Ost-Gruppe verfasste Ausschreibung neun Firmen gemeldet. Der günstigste Bieter sei die Firma Stiegler aus Neunburg gewesen, führte Meier aus. Für die Teilleistung Abwasser verlange sie 244 192,55 Euro. Da diese Summe deutlich unter der Kostenberechnung von 342 000 Euro gelegen sei, habe ein Bietergespräch stattgefunden. Dabei hätte die Firma ausdrücklich erklärt, dass die Preise für kostendeckend kalkuliert seien.

15 Millionen Euro investiert

Die Mitglieder des Werkausschusses und Bürgermeister Martin Birner vergaben den Auftrag schließlich einstimmig an die Firma Stiegler. Der Stadtwerke-Chef verwies darauf, dass mit Warberg die letzte Erschließungsmaßnahme des städtischen Abwasserkonzeptes aus dem Jahr 1998 erledigt werde. Seither hätten die Stadtwerke circa 15 Millionen Euro in Abwasseranlagen aller Art investiert. Der Staat als Zuschussgeber habe sich in diesem Zeitraum mit rund sechs Millionen Euro beteiligt und die Bürger leisteten Eigenanteile in Höhe von etwa zwei Millionen Euro.

"Der Schuldenstand beträgt rund 2,8 Millionen Euro, was angesichts der Dimension mit einem Anlagevermögen von 33 Millionen Euro verhältnismäßig wenig ist", informierte der Chef der Stadtwerke. Meier dankte allen, die mit Mut, Weitsicht und Einsatz dazu beigetragen haben, dass mit Warberg die Herausforderung Abwasserkonzept in Rekordzeit erfolgreich beendet werden könne.

Um den Verlauf des Wirtschaftsjahrs 2014 bei den Stadtwerken zu dokumentieren, konnte Meier in der Sitzung nur auf vorläufige Zahlen zurückgreifen, da der Kommunale Prüfungsverband erst im Herbst zur Abschlussberatung kommen werde. Das Ergebnis werde sich dann nur inhaltlich in Bezug auf Abschreibungen, Rückstellungen und Auflösungen verändern. Ebenso nahm das Gremium den Bericht der Werkleitung zur Abwicklung des laufenden Wirtschaftsjahres 2015 des Eigenbetriebes zur Kenntnis. "Wir liegen absolut im Bereich der Planung und die Zahlen unterscheiden sich kaum vom Vorjahr", erläuterte Meier dazu.

Beitrag für Verwaltung

Einstimmig genehmigte das Gremium noch den pauschalen Beitrag für die Verwaltung des Zweckverbandes Nord-Ost-Gruppe ab 1. Januar 2015 in Höhe von 155 000 Euro. Telefonkosten und Hard- und Softwarekosten für die EDV-Abwicklung sind darin nicht enthalten.
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