Endspurt für "Stadtgeschichte"

Von Bezirks- über Messungsamt bis zur Ortskrankenkasse: In der Abteilung "Stadtgeschichte" im Schwarzachtaler Heimatmuseum soll auch die Erinnerung an die einst reiche Ämterlandschaft bewahrt werden. Museumsleiter Theo Männer gewährte bei einem Pressetermin erste Einblicke. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
16.01.2015
2
0

Für den fleißigen Arbeitskreis ist das Zielband in Sichtweite: Im Frühjahr soll im Heimatmuseum die neue Abteilung "Stadtgeschichte" eröffnet werden. "Das ist unser großes Ziel für heuer", kündigt Museumsleiter Theo Männer an.

Auf diesem Weg ist das Schwarzachtaler Heimatmuseum im Vorjahr einige Schritte vorangekommen. Bei den wöchentlichen Arbeitskreis-Treffen zählte die Entwicklung der Sammlung "Stadtgeschichte" zu den Schwerpunkten. Einiges ist bereits geschafft: Die Themen "Neunburg im Bild" sowie "Altlandkreis Neunburg" sind soweit fertiggestellt, auf dem Wunschzettel stehen noch Bildstationen. Ein Tableau mit Behörden- und Ämtertafeln ist angeordnet, demnächst wird eine grafische Übersicht "Kirche und Orden" erwartet.

Ansiedlung nach Weltkrieg

Zurück aus Mannheim sind im Bereich "Wittelsbacher" mehrere Wappensteine, die für eine Ausstellung ausgeliehen waren. Seit neuestem hängt zusätzlich ein Stammbaum der Adelsfamilie an der Museumswand. Auch das Thema "Stadtentwicklung" bleibt nicht ausgespart: Unter anderem zeigt ein großformatiger Stadtplan auf, wo nach dem Zweiten Weltkrieg die ersten Wohnsiedlungen errichtet wurden.

In den nächsten Wochen soll die Abteilung "Stadtgeschichte" komplettiert werden. Die Freigabe und Eröffnung des neuen Bereichs ist für Sonntag, 17. Mai, pünktlich zum Internationalen Museumstag anvisiert. Als Sonderausstellung soll im Herbst eine Werkschau der Künstlerin Michaela Krinner (1916 bis 2006) zu ihrem 100. Geburtstag stattfinden. Ab 1945 unterrichtete sie als Kunstlehrerin einige Jahre in Neunburg und ist auch hier begraben.

Neben den Arbeiten rund um die "Stadtgeschichte", rückte das Team des Arbeitskreises im vergangenen Jahr auch die Verbesserung und Ergänzung der übrigen Ausstellung in den Fokus. Immer häufiger nämlich erhält das Museum mittlerweile Schenkungen von Privatleuten - "das Bewusstsein für Altes und Antiquarisches ist mittlerweile deutlich gestiegen", gibt Theo Männer zu verstehen. Er bat allerdings um Verständnis, wenn nicht alle Exponate in die Dauerausstellung aufgenommen werden. Diese finden - nach Überprüfung und Registrierung - einen Platz im Depot und könnten beispielsweise bei Sonderausstellungen Verwendung finden.

Texte überarbeitet

Im Vorjahr umgestaltet wurde das Lapidarium, seither können verschiedene Pflasterarten begutachtet werden. Textliche Nachbesserungen erfolgten in den Räumen "Bürgerliches" und "Eisen". In der bisherigen Vitrine für Neuzugänge findet sich nun eine Präsentation mit Feuerwehr-Exponaten.

In seiner Bilanz erinnerte Männer auch an die beiden Sonderausstellungen in 2014: Groß war die Resonanz auf die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg, allerdings hatte sich der Museumsleiter einen deutlicheren Zuspruch seitens der Krieger- und Reservistenvereine erhofft. Bei der Ausstellung über Jan Hus schauten in den Sommermonaten vor allem Festspiel-Besucher im Museum vorbei.

Auf dem baulichen Sektor macht sich Männer für die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Schloss, und damit auch zu Museum und Musikschule stark. Unter der Rubrik "Zukunftsmusik" ordnet er die Sanierung des alten Landratsamtes ein, mit der die Weichen für eine Erweiterung des Heimatmuseums gestellt werden könnten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13790)Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.