Erste Weichen gestellt:Organisationsstruktur ist jetzt dreigeteilt
Mit Blick von außen effektiver

Lokales
Neunburg vorm Wald
24.03.2015
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Seit 1. März sind die Aufgaben neu geordnet, gilt in der Verwaltungsgemeinschaft ein überarbeiteter Geschäftsverteilungsplan. Eine Organisationsuntersuchung soll im täglichen Arbeitsablauf Vorteile bringen.

Die neue Ordnung stellten die Bürgermeister der vier Mitgliedsgemeinden zusammen mit Geschäftsleiter André Schille bei einem Pressegespräch vor. Wie Gemeinschaftsvorsitzender Hans Graßl (Dieterskirchen) erläuterte, sei im Vorjahr das Büro Schneider & Zajontz (Heilbronn) beauftragt worden, die verschiedenen Tätigkeitsbereiche unter die Lupe zu nehmen.

Aufgaben umverteilt

Rund 14 000 Euro ließ sich die VG eine Organisationsuntersuchung und die Bewertung der Stellen kosten. Dafür wurden zunächst alle Posten erfasst und deren Beschreibung auf der Basis von Mitarbeitergesprächen angepasst. Für die Auswertung seien auch Verwaltungsgemeinschaften ähnlicher Größe zum Vergleich herangezogen worden. Ehe die Stellenbewertung endgültig festgezurrt wurde, folgte nochmals ein Personalgespräch. Aus der Untersuchung gingen auch Handlungsempfehlungen hervor, beispielsweise sollten bei Überlastung einzelne Aufgaben umverteilt werden.

Beim Ergebnis sei man völlig offen gewesen: "Wir haben bewusst keine Vorgaben gemacht, um eine möglichst objektive Sicht von außen zu erhalten", erklärte Graßl. Ein externes Büro könne die Situation wesentlich neutraler bewerten, ergänzte Bürgermeister Walter Schauer (Thanstein). Eine "wertvolle Entscheidungsgrundlage" sah Maximilian Beer (Schwarzhofen) nun für zukünftige Höhergruppierungen. Bisher nämlich verfügte die VG noch nicht über eine Stellenbewertung.

Durch den Blick von außen erhoffen sich die Bürgermeister auch deutliche Verbesserungen in der Verwaltung. Gerade bei einer Personalstärke von knapp elf Mitarbeitern (10,58) liefere die Untersuchung wichtige Anhaltspunkte, um "eine schlagkräftige Truppe" (Beer) aufbieten zu können. Laut André Schille ist eine Vollzeitstelle mit 1437,6 Stunden Jahresarbeitszeit erfasst. Zehn Prozent davon entfallen auf "Rüstzeiten" und fünf Prozent für Bürgerfreundlichkeit. Letzteres betrifft unter anderem die Bearbeitung von Rentenanträgen als freiwillige Aufgabe.

Wechsel bei Feuerwehren

Erste Weichen sind bereits gestellt: So ist die Organisationsstruktur nicht mehr vier-, sondern dreigeteilt und setzt sich aus den Referaten Hauptverwaltung, Bauen/Planen und Finanzen zusammen. An personellen Änderungen führte Graßl an, dass für die Feuerwehren nun Alexander Wild zuständig ist (bisher Jürgen Steinbauer), auch das Friedhofswesen liegt in seinen Händen. Neu ist auch, dass der Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung dem Standesamt zugewiesen wurde.

Ehe die neue Ordnung komplett umgesetzt ist, wird es noch etwas dauern. Zum einen wurde das Personal in den vergangenen Wochen von der Grippewelle gebeutelt, außerdem ist noch einiges an Überstunden abzubauen, die sich bei den Wahldiensten in den vergangenen Jahren angesammelt haben.
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