Fester Unterbau für Kreisstraße

An der Baustelle der SAD 48 innerhalb Kröblitz ließen sich Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Martin Birner von Bauleiter Manfred Sattler (Zweiter von rechts) und Robert Niesner (Firma Hilz) die Planung erläutern. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
31.07.2015
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Vor der Kulisse des Kröblitzer Schlosses wühlt sich der Bagger ins Erdreich: Seit Juni laufen im Dorf die Arbeiten für den Ausbau der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße SAD 48. Für eine stabile Fahrbahn müssen die Arbeiter dabei ganz schön in die Tiefe gehen.

"Das ist eine unserer letzten alten Landkreis-Straßen", weiß Landrat Thomas Ebeling, als er sich am Donnerstag auf der Baustelle informiert. Von der ursprünglichen Fahrbahn auf dem 400 Meter langen Abschnitt ist mittlerweile nichts mehr übrig. Das teerhaltige Material aus der alten Trasse wird recycelt und beim Einbau der neuen Straße mitverwendet, erläutert Manfred Sattler, Mitarbeiter der Tiefbauverwaltung am Landratsamt und zuständiger Bauleiter.

Bodenaustausch nötig

Die Baustelle ist nicht ohne Tücken: Untersuchungen im Vorfeld haben gezeigt, dass der Untergrund für eine Straße "eigentlich nicht tragfähig ist", beschreibt Sattler. Ein umfangreicher Bodenaustausch bringt jetzt Dichte und Stabilität rein - rund 2500 Kubikmeter Erdreich werden dafür bewegt. Für zusätzlichen Halt werden Vlies-Matten mit verbaut. Zum Ausbaustandard gehört außerdem der Einbau von 1200 Kubikmetern Frostschutzschicht. Insgesamt werden auf der neu ausgebauten Straße 2500 Quadratmeter Asphalt verteilt sein.

Künftig wird die Fahrbahn in der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße einheitlich 6 Meter breit, vorher mussten die Fahrzeuge mit Breiten zwischen 5 Meter und 5,20 Meter auskommen. Etwas mehr Platz wird es in den Kurven geben, dort wird die Straße noch etwas aufgeweitet. Endlich erhält die Kreisstraße auch eine offizielle Entwässerung über eine dreizeilige Graniteinfassung - "bisher ist das Wasser halt irgendwo hingelaufen - meistens zu den Anliegern rein", erzählt Manfred Sattler.

Der Bauleiter berichtet, dass im Baustellenbereich eine ganze Menge Leitungen verlaufen: Zwei Kanalrohre, eine Wasserleitung und ein 20 Kilovolt-Stromkabel, zusätzlich sind längs und quer zum Straßenverlauf Telekom-Leitungen verbuddelt.

Abschluss Mitte September

Insgesamt lässt es sich der Landkreis rund 600 000 Euro kosten, die Straße wieder komplett neu herzustellen. Der Freistaat fördert die Maßnahme mit Geldern aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, der Fördersatz beläuft sich auf rund 50 Prozent. Bisher liegt das Projekt gut im Zeitplan: Robert Niesner, Bauleiter des beauftragten Unternehmens Hilz aus Spiegelau, rechnet Mitte September mit dem Abschluss der Arbeiten. Er nutzt die Gelegenheit, um den Anliegern ein Lob für ihre Kooperationsbereitschaft auszusprechen.

Bürgermeister Martin Birner gibt das Kompliment an die Baufirma zurück und bedankt sich, dass jeweils über die Wochenenden die Durchfahrt des Baustellenbereichs so weit wie möglich gewährt wird. Die Stadt Neunburg lässt im Verlauf der Bauarbeiten Leerrohre für die künftige Erschließung des Ortsteils mit schnellem Internet verlegen. Außerdem sieht der Bauplan vor, dass Teile der Wasserleitung und der Ortskanalisation erneuert werden. Martin Birner sah die Baumaßnahme als gute Gelegenheit, die Infrastruktur im Dorf auf Vordermann zu bringen. Er bedankte sich beim Landkreis für die "enorme Aufwertung" durch die neue Straße.

Ausbau SAD 48

Juni bis voraussichtlich Mitte September

Kosten: rund 600.000 Euro

Projektdaten: Ausbaulänge etwa 400 Meter, die Straßenbreite beträgt einheitlich 6 Meter (mit Aufweitungen in den Kurven)

Ausführende Firma: Bauunternehmen Hilz, Spiegelau.

Bauleitung: Manfred Sattler, Tiefbauverwaltung am Landratsamt Schwandorf.
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