Festspiel-Ensemble auf Entdeckungsreise am Bodensee
Auf den Spuren von Jan Hus

Lokales
Neunburg vorm Wald
31.10.2015
5
0
In die Hussitenstadt Konstanz führte der Ausflug des Festspiel-Ensembles. Am Denkmal "Hussenstein" wurde an den böhmischen Reformator und Kirchenkritiker Jan Hus erinnert.

In der Stadt am Bodensee wird seit 2014 das Jubiläum "600 Jahre Konzil zu Konstanz" mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert, der Festzyklus dauert bis einschließlich 2018. Nach der Ankunft wurden die zahlreichen Ausflügler im Jan-Hus-Haus von Museumsdirektorin Dr. Libuse Rösch, Geschäftsführerin der "Vereinigung der Städte mit hussitischer Tradition und Geschichte", empfangen.

Nach einem Rundgang durch das Hus-Museum folgte das Mittagessen in der Gaststätte "Konzil" am Ufer des Bodensees. Bei einer Stadtführung unter dem Motto "Auf den Spuren von Jan Hus" erfuhren die Festspieler viel über den Aufenthalt des böhmischen Reformators in der Konzilsstadt. Sie besichtigten sein Gefängnis im ehemaligen Dominikanerkloster und das Münster, wo seine Verurteilung stattfand. Dann wandelte man auf seinem letzten Weg, vorbei an dem erst kürzlich errichteten Jan-Hus-Denkmal in den Stadtteil "Paradies", wo Hus - der Überlieferung zufolge - am 6. Juli 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war. Vor dem "Hussenstein" sangen die Hussiten-Darsteller aus dem Festspiel den Choral "Ktoz jsu bozi bojovnici" und gedachten Hus' Hinrichtung vor 600 Jahren.

Den restlichen Tag über schipperten die Ausflügler über den Bodensee, bummelten an der Uferpromenade oder besuchten das "Deutsch-Schweizerische Oktoberfest". Wegen Regen wurde am Sonntagmorgen umgeplant und nach Friedrichshafen ins Zeppelin-Museum gefahren, ehe es wieder nach Hause ging.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.