Fragebogen zur örtlichen Gesundheitsversorgung sollen bis 10. November wieder zurückgegeben ...
Umfrage zur ärztlichen Versorgung

Bei der Fraktionssitzung im Gasthaus "Mappl" wurde das Thema "ärztliche Versorgung" beleuchtet. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
09.11.2015
4
0
Den Freien Wählern Neunburg (FW) ist die Meinung der Bürger sehr wichtig. Mit einer Umfrage zur ärztlichen Versorgung in der Pfalzgrafenstadt greift die Gruppe ihr Wahlprogramm "Suche nach Ärzten für Neunburg" von 2014 wieder auf. "Wir wollen nicht nur kurz vor der Wahl aktiv sein, sondern unsere Vorhaben in der Zeit dazwischen umsetzen", erklärte Sprecher Martin Scharf in der Fraktionssitzung im Gasthaus "Mappl".

Unter der Federführung von Armin Graßmann wurde das Thema jetzt konsequent weiter verfolgt. Am Samstag erhielten die meisten Haushalte die aktuelle Broschüre der FW, die auch in den Neunburger Geschäften aufliegt. Darin enthalten ist der Fragebogen zur örtlichen Gesundheitsversorgung, der bis 10. November wieder zurückgegeben werden soll (siehe Infokasten). Zwischenzeitlich wurden Gespräche mit einigen Neunburger Ärzten geführt und Informationen beim gesundheitspolitischen Sprecher der Freien Wähler der Landtagsfraktion, MdL Dr. Karl Vetter, eingeholt.

Aufgrund der Altersstruktur der hiesigen Allgemeinärzte sei dringender Handlungsbedarf geboten, ist die Meinung der FW. Zurzeit sind 38 Prozent der Allgemeinärzte bis 55 Jahre alt, 50 Prozent bis 65 Jahre und 12 Prozent sogar älter. In fünf Jahren könnten eventuell sogar 63 Prozent über 65 Jahre alt sein. "Es ist wichtig frühzeitig zu reagieren", betonte Graßmann. Mit der Umfrage holen die FW jetzt auch die Bürger mit ins Boot und sammeln deren Meinungen und Anregungen. "Wir appellieren an die Bevölkerung, diese Möglichkeit zahlreich zu nutzen", bat Scharf.

Die Aktion soll dann in einen Prozess führen, in dem alle beteiligten Interessengruppen und insbesondere auch die Politik vor Ort auf eine Sicherung der ärztlichen Grundversorgung hinarbeiten. Die FW könnten sich vorstellen, dass ein runder Tisch mit Ärzten, Wirtschaft und Politik eingeführt wird. Es könnten auch Förderanreize für eine Niederlassung im ländlichen Raum geschaffen werden. "Nicht nur Ballungsgebiete und große Städte haben ein Anrecht auf umfangreiche, sehr gute ärztliche Versorgung", sagen die Freien Wähler und hoffen auf viele ausgefüllte Fragebögen, die zurückkommen, damit frühzeitig etwas unternommen werden kann.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.