"Gewaltig": In der Stadt bleibt noch viel zu tun

Lokales
Neunburg vorm Wald
10.11.2014
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Mit einem umfangreichen Ausblick zeigte Bürgermeister Martin Birner in der Bürgerversammlung die "Baustellen" der nächsten Jahre auf. Die Palette reicht dabei von Einzelhandel bis Straßenumbau und von Leerstand bis Schulsanierung. "Es ist schon gewaltig, was noch alles ansteht", stellte Birner fest.

Seinen Rechenschaftsbericht garnierte der Bürgermeister mit zahlreichen Zahlen, Daten und Fakten. Er warf einen Blick auf die Bevölkerungsbewegung und freute sich über 8570 registrierte Neunburger, 106 mehr als am Ende des Vorjahrs. Gut da steht Neunburg auch als Wirtschaftsstandort: "Die Zahl der Einpendler ist erneut gestiegen, die Zahl der Auspendler dagegen gesunken", berichtete der Bürgermeister. 3768 Arbeitnehmer sind in den örtlichen Betrieben angestellt. Beim Blick auf die finanzielle Situation erwartete Birner eine positive Entwicklung der Gewerbesteuer. Für heuer würde im Haushalt mit 6,5 Millionen Euro Einnahmen gerechnet. Den Schuldenstand von Stadt und Eigenbetrieb Stadtwerke bezifferte er auf 7,55 Millionen Euro. Rechnet man die städtischen GmbHs (Freizeit und Strom) dazu, summieren sich die Miesen auf 18,13 Millionen Euro. Der Bürgermeister erinnerte, dass über die Freizeit GmbH die Umgestaltung des Torweiherareals "gestemmt" wurde.

Der Bürgermeister ließ einen Ausblick auf künftige Schwerpunkte folgen: Ganz vorne stehen dabei die Stadtsanierung und die Altstadtentwicklung. Gerade im Hinblick auf die künftige Situation im Einzelhandel werde viel darauf ankommen, "die verschiedenen Interessen zusammenzuführen, um Neunburg vernünftig weiter zu entwickeln". Unter anderem sei für das geplante "Pfalzgrafenzentrum" an der Amberger Straße der Bebauungsplanentwurf in Vorbereitung. Dazu hätten in den vergangenen Wochen und Monaten intensive und konstruktive Gespräche stattgefunden.

Im Ortszentrum stehen Maßnahmen wie die Neugestaltung der Ortsstraße Rahm (ab Frühjahr 2015, Gesamtkosten etwa 600 000 Euro) sowie die Sanierung der Fronfeste (ab 2015, Kosten 1,5 Millionen Euro) im Fokus, auch die Sanierung des "Peterhäusl" soll fortgeführt werden. Birner eröffnete den Zuhörern, dass mit einer Erweiterung des Schrannenplatzes ein "Stadtplatz" geschaffen werden soll. Laut Planung soll dafür unter anderem ein Teil des bisherigen Sparkassengebäudes abgerissen werden. Für das künftige Stadtmarketing schwebt Birner unter anderem der Auf- und Ausbau eines Besucher- und Wegeleitsystems, eine Weiterentwicklung der Veranstaltungshöhepunkte, ein gemeinsamer Auftritt des Handels sowie die Thematik "Kunst und Kultur im öffentlichen Raum" vor. Kreativität, Ideen und Investitionen seien zur Behebung der Leerstandsproblematik gefragt, allein in der Hauptstraße seien 17 Objekte verwaist.

Als weitere Schwerpunkte nannte Birner den Ausbau des Breitbandnetzes sowie die Generalsanierung der Grundschule. Für die Windkraftanlage Penting soll Ende November/Anfang Dezember eine Infoveranstaltung stattfinden. Der Ausbau der Staatsstraße bei Kemnath soll bis spätestens 2017 in Angriff genommen werden. Außerdem wies Birner auf das ebenfalls 2017 anstehende Jubiläum "1000 Jahre Neunburg" hin und forderte auf, dafür Ideen einzubringen. Bei der abschließenden Aussprache übte der frühere Stadtrat Johann Dorrer Kritik an der Abschaffung der Baumschutzverordnung.
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