"Glanzpunkt im Kulturkalender"

Regierungspräsident und "Hussenkrieg"-Schirmherr Axel Bartelt trägt sich ins Goldene Buch der Stadt sein. Dabei sehen ihm (von links) Bürgermeister Martin Birner, Ehrenbürger Theo Männer, Ehefrau Claudia, Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl und Festspiel-Vorsitzender Helmut Mardanow zu
Lokales
Neunburg vorm Wald
07.07.2015
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Keine zwei Stunden vor der Premiere des Festspiels "Vom Hussenkrieg" hat sich Regierungspräsident und Schirmherr Axel Bartelt im Goldenen Buch der Stadt verewigt. Für ihn bereichert das Neunburger Stück die Oberpfälzer Kulturszene gleich auf mehrfache Weise.

Der Empfang für den Festspiel-Schirmherrn fand heuer zum ersten Mal im Pfarrheim statt. "Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Daseins", zitierte Bürgermeister Martin Birner den Dichter Jean Paul, als er zahlreiche Ehrengäste aus dem öffentlichen Leben, darunter auch ehemalige Schirmherrn, begrüßte. Er stellte das Festspiel als "Highlight im Veranstaltungskalender" heraus, Stadt und Region habe es einen enormen Prestigezuwachs beschert.

Festspiel weitet den Blick

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um dem Theaterensemble für sein Engagement auf der Bühne zu danken. Ein Lob galt dem Festspielverein, der den "Hussenkrieg" als Förderverein unterstützt und der Stadt einen großen Teil der Arbeit und auch der Kosten abnimmt. Birner würdigte die Arbeit von Regisseur Nikol Putz, der dem Stück seit mittlerweile 18 Jahren seine Prägung gebe. So transportiere der "Hussenkrieg" Geschichte und weite auf unterhaltsame Weise den Blick.

"Neunburg ist im Festspielfieber", kommentierte Schirmherr Axel Bartelt die schweißtreibenden Temperaturen am Samstag. Gemeinsam mit Ehefrau Claudia war er zur Premiere gekommen und bat augenzwinkernd um Verständnis, "wenn ich es mit dem Wetter etwas übertrieben habe". Doch wenn er eine Aufgabe übernehme, dann erledige er diese auch vollständig, meinte er schmunzelnd. Schließlich habe er die besondere Ehre, bei "einem eindrucksvollen Glanzpunkt im Kulturkalender" Schirmherr sein zu dürfen. Bartelt würdigte die darstellerische Leistung des Ensembles, das es Jahr für Jahr aufs Neue schaffe, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Bei einer Führung hinter den Kulissen vor dem Empfang habe er sich von der hohen Professionalität überzeugen können. Er habe auch erfahren, wie viel Herzblut die Mitwirkenden in ihr Festspiel investieren. Der Schirmherr rief in Erinnerung, dass der Bezirk bereits einen Zuschuss von 20 000 Euro für ein neues Tribünendach bereitgestellt hat - "ich hoffe, dass die Stadt schnell ein Unternehmen findet, das mit diesem Geld auch etwas anfangen kann", kommentierte er die bisherige Hängepartie.

Dank für geopferte Zeit

Helmut Mardanow, Vorsitzender des Festspielvereins, hatte seine Worte mit dem Stadtmotto "Zukunft mit Herkunft" überschrieben. Er rechnete es dem Interesse an Geschichte und einem hohen Idealismus zu, dass alljährlich 140 Mitwirkende bereit sind, beim Festspiel ehrenamtlich auf der Bühne zu stehen. Ein Dank galt Regisseur Nikol Putz für seine "unendliche Geduld" sowie den Schauspielern für ihre geopferte Zeit.

Bevor sich der Schirmherr ins Goldene Buch der Stadt eintragen durfte, zeigten Bruno Spitzhirn und Philipp Mardanow den Sketch "Pfalzgraf Johann im Paradies". Dabei verlangte der frühere Neunburger Herrscher von den himmlischen Instanzen ein Unwetter mit Blitz, Donner und Regen zur Premiere - "damit es im nächsten Jahr auch wirklich ein Zeltdach gibt".
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