Häufig Vorfahrt missachtet - Alkohol selten Ursache
Drei Verkehrstote

Lokales
Neunburg vorm Wald
10.04.2015
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Für Polizeioberkommissar Hans Keilhammer stand beim Sicherheitsgespräch nach 18 Jahren die letzte Verkehrsstatistik in seiner Laufbahn an. "Täglich ereignen sich 1,3 Unfälle, und die kleinen Blechschäden sind um 21 Prozent angestiegen", bezifferte Keilhammer die Verkehrslage.

Im Bereich der Polizeiinspektion Neunburg sind die Verkehrsunfälle um 11 Prozent auf 482 (Vorjahr 436) gestiegen. Bei solchen mit Personenschäden wurde ein Rückgang von drei Prozent verzeichnet. "Dennoch kamen 2014 bei uns wieder drei Personen im Straßenverkehr ums Leben", bedauerte der Polizeioberkommissar. In jedem der Fälle handelte sich um eine Vorfahrtsmissachtung. Ein Schüler auf einem Leichtkraftrad verlor sein Leben auf der Straße Richtung Dieterskirchen, ein 23-Jähriger starb, als er mit seinem Mountainbike die Kreisstraße bei Altenschwand überqueren wollte, und ein 87-Jähriger verunglückte tödlich bei Pechmühle, als er in die Staatsstraße einbog.

Die Vergehen aufgrund von Alkoholeinfluss seien heute hinten angesiedelt, wusste Keilhammer. Geschwindigkeitsüberschreitungen seien aktuell viel stärker, weshalb wieder öfter Kontrollen anberaumt werden.

Als Hauptunfallursache nannte Keilhammer Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und Ein- und Anfahren. Erfreulich sei, dass es 2014 keinen Schulwegunfall gab. Bei den Wildunfällen wurden am meisten Rehe/Rot- und Dammwild angefahren (171) gefolgt von Hasen (24), Füchsen (17) und Schwarzwild (11). "Woanders ist es auf den Straßen viel schlimmer", sagte Keilhammer.
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