Himmelspforte liegt im Burghof

Einiges auf dem Kerbholz: Der Portner (Leander Sünkel, Mitte) konfrontiert den Brandner Kaspar (Uli Wabra, links) mit seinem meterlangen Sündenregister. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
27.07.2015
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Einen Blick ins Paradies gewährte die "Brandner-Familie" einem großen Publikum. Nach dem Erfolg in Oberviechtach im Vorjahr führte das Ensemble das Volksstück "Der Brandner Kaspar" heuer im Burghof auf. Die Zuschauer waren begeistert von den Darstellern und der Inszenierung mit Lokalkolorit.

Vor der ausverkauften Tribüne waren zusätzliche Stuhlreihen aufgestellt worden, die ebenfalls besetzt waren. Bürgermeister Martin Birner war es zu verdanken, dass eines der bekanntesten Theaterstücke in der Kulisse des Festspiels "Vom Hussenkrieg" aufgeführt wurde. "Für Martin Birner war es Chefsache und eine Herzensangelegenheit, dass wir heute hier auftreten", begrüßte Regisseur Martin Zimmermann ihn und seine Familie zur Premiere. Er bedankte sich für die freundliche Unterstützung durch den Festspielverein und den Schirmherren Michael Koller mit Gattin.

Als Festredner betonte MdL Alexander Flierl, dass der "Brandner Kaspar und das ewig' Leben" ein zeitloses und ganz besonderes Stück sei. "Die Theatergruppe ist zur ,Brandner-Familie' geworden. Das drückt aus, mit welcher Begeisterung alle dabei sind", stellte der Abgeordnete heraus.

Einen Blick ins Paradies gewährte die "Brandner-Familie" einem großen Publikum. Die Zuschauer waren begeistert von den Darstellern und der Inszenierung mit Lokalkolorit. Bilder von Helga Pöschko


Mit großem "Halali" ging es dann los und zwei kleine Buben rannten mit ihren Holzgewehren und Rucksäcken als Treiber mit. Später entzückten sie als Engel im Himmel. Vom Baby bis zum Großvater spielten ganze Familien mit und gaben dem Stück einen ganz besonderen Anstrich. Da blickte Uli Wabra als Brandner Kaspar ins Paradies und sah seine Hütte am Mußhof und den Eixendorfer Stausee. Der junge Pfalzgraf Johann (Anton Alesik) holte die Marei (Maria Wabra) an der Himmelspforte ab und der Geburtstag vom Brandner wurde beim Georg Bottenhofer gefeiert. Freude und Trauer lagen wie bekannt nah beieinander und der Tod machte keine Angst, denn Dr. Florian Waldherr spielte den Boanlkramer hervorragend und liebenswert.

Viele Lacher hatte auch der "Teifl" auf seiner Seite, als er in freudiger Erwartung auf den Brandner Kasper seine Bemerkungen und Lockrufe los ließ. Unter dem Regiment des heiligen Portner (Leander Sünkel) wurde den Zuschauern wieder ein bayerisches Paradies offenbart, in das jeder einmal gerne einziehen würde.

Weitere Aufführung

Am Sonntag, 2. August, um 20 Uhr, besteht nochmals Gelegenheit einen Blick in die himmlischen Gefilden zu werfen. Karten gibt es in der Buchhandlung am Tor (Hauptstraße).
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