"Horrido" und Hufgetrappel

Vom Kollerhof aus machte sich eine eindrucksvolle Jagdgesellschaft auf den Weg: Hoch zu Ross galoppierten 57 Teilnehmer bei der Fuchsjagd des Reitvereins durch die Fluren. Bild: www.d-z.de
Lokales
Neunburg vorm Wald
18.10.2014
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Zur Pirsch im Pferdesattel galoppierten über 80 Teilnehmer an: Die Fuchsjagden des Schwarzachtaler Reit- und Fahrvereins locken alljährlich Pferdefreunde aus nah und fern. Bei der herbstlichen Hatz auf vier Hufen waren zahlreiche Hindernisse zu bewältigen.

Bereits zum 34. Mal ging es bei den Herbstjagden durch Felder und Fluren. Zur Neuauflage hatten sich 57 Reiter hoch zu Ross eingefunden. Zur Eröffnung spielten die Schwandorfer Jagdhornbläser St. Hubertus, ehe Günter Koller, Vorsitzender des Reitvereins und Master der Jagd, kurz die Regeln erklärte. Einen besonderen Dank sprach er allen Landwirten aus, die ihre Wiesen für die Strecke zur Verfügung gestellt hatten.

"Füchse" reiten voraus

Nach einer Schweigeminute für Franz Koller, den im Juli verstorbenen "Urvater" des Reitvereins, folgte die Pferdesegnung durch den Pentinger Pfarrer Theo Schmucker. Im Anschluss wurde der Bügeltrunk gereicht und die Jagd mit einem dreifachen "Reiter-Horrido" eröffnet. Die Jagdteilnehmer formierten sich hinter den beiden "Füchsen" des Vorjahres und dem Master. Eingeteilt sind die Reiter in ein "Springerfeld" und ein "Nichtspringerfeld". Angeführt, abgeteilt und begrenzt werden diese Bereiche durch die Anfangs-, die Mittel- und die Schlusspikeure. Zusätzlich begleitet ein langer Zuschauertross die Jagdreiter.

Nach dem Aufgalopp auf einer nahe gelegenen Wiese ging es auf die insgesamt rund 25 Kilometer lange Strecke. Unterwegs waren 20 Hindernissen zu nehmen, die fleißige Helfer bereits in der Woche zuvor errichtet hatten. Die Mittagsrast bei der Familie Demleitner in Kleinwinklarn nutzten die Reiter, um sich für den Endspurt zu stärken. Beim Schlussrennen, in dem die "Füchse" fürs nächste Jahr gekürt wurden, setzen sich Günter Koller auf "Pik Dame" und Jasmin Wild auf "Quinto" durch. Das abendliche Jagdgericht markierte den Schlusspunkt der Veranstaltung.

Pirsch für Einsteiger

Die nächsten Jagdreiter versammelten sich tags darauf: Zur Jugend- und Einsteigerjagd stiegen 30 Teilnehmer in den Sattel und wurden vom zweiten Vorsitzenden Roland Diehl auf die Strecke geschickt. Als Master fungierte Jugendwart Jasmin Wild. Das Schlussrennen wurde hier getrennt nach Ponys und Großpferden ausgetragen. Als "Fuchs" konnten sich nur Reiter qualifizieren, die noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben. Dieses Mal erlangten Ernestine Nüsslein auf dem Haflinger "Seppi" und Pauline Schmitt auf "Mirella" den Sieg. Sie werden nächstes Jahr am Sonntag das Jagdfeld anführen.
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