Im Baugebiet "Kleine Seigen" sollen nächstes Jahr die ersten Häuser entstehen - ...
Neue Parzellen sind heiß begehrt

Lokales
Neunburg vorm Wald
22.10.2015
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Knapp 660 000 Euro macht die Stadt für die Erschließung des Neubaugebiets "Kleine Seigen" locker. Die Planung dafür hat ohne Gegenstimme den Stadtrat passiert. Und die ersten Häuslbauer stehen mittlerweile schon in den Startlöchern.

"Möglichst zügig", so brachte es Bürgermeister Martin Birner in der jüngsten Sitzung zum Ausdruck, soll das neue Wohnbaugebiet im Stadtosten erschlossen werden. Die durch das Ingenieurbüro Weiß & Partner vorgelegte Planung schließt die Bereiche Entwässerung und Straßenbau ein. Die Wasserversorgung wird durch den Zweckverband Nord-Ost-Gruppe erfolgen.

Birner wies die Stadträte darauf hin, dass für die Parzellen bereits sechs Reservierungen vorliegen, ein Interessent wolle schon im zeitigen Frühjahr 2016 mit dem Hausbau beginnen. Der Bürgermeister schlug dem Gremium vor, die Erschließungsmaßnahme nächstes Jahr über die Bühne zu bringen.

Im Anschluss erläuterte Ingenieur Alfred Weiß die Planung. Die künftige Entwässerung sehe vor, die Wässer an der westlichen Seite des Baugebiets weiterhin über den bestehenden Mischwasserkanal abzuleiten. Östlich des Baugebiets soll das Wasser über eine Trennkanalisation abfließen. Reinigung und Rückhaltung werden über Regenklär- und Retentionsteich geregelt.

Die Hochwässer aus dem rund acht Hektar großen Hangeinzugsgebiet sollen in zwei Rückhaltebecken mit 1000 bzw. 300 Kubikmetern Fassungsvermögen geleitet werden. Der Planer verspricht sich davon eine erhebliche Verbesserung der Hochwassersituation im Einzugsgebiet. Die künftigen Anliegerstraßen erhalten eine Fahrbahnbreite von 4,75 Metern. Kfz-Fahrer und Fußgänger sollen dort gleichberechtigt sein. Entlang der Seitenstreifen wird 2,5 Meter Platz zum Parken sein, die beiden Stichstraßen werden eine Breite von 3,25 Meter erhalten.

Im Bauentwurf wird mit Kosten von 656 000 Euro für Straßenbau, Entwässerung und Begrünung gerechnet. Der Stadtrat genehmigte die Erschließungsplanung einstimmig und sprach sich dafür aus, das Projekt im nächsten Jahr zu stemmen.

Der Information des Gremiums diente ein Kurzbericht über die bisherige Abwicklung des Stadthaushalts. Laut Bürgermeister Birner habe es in den ersten drei Quartalen keine besonderen Schwierigkeiten gegeben. Durch wirtschaftliches und sparsames Haushalten werde die vorgesehene Kreditaufnahme wohl deutlich unterschritten. Bisher sei lediglich der Haushaltsrest des Vorjahres als Kredit nötig geworden. Keinen Gebrauch habe die Verwaltung bisher von der Ermächtigung über 2,42 Millionen Euro machen müssen. Nur "in sehr geringem Umfang" sei der Kassenkreditbetrag von 2,3 Millionen Euro genutzt worden.

Bisher seien auch keine schwerwiegenden Haushaltsüberschreitungen zu verzeichnen. Zum Jahresende erwartet Kämmerer Michael Haßfurter daher ein ausgeglichenes Ergebnis. Als Hauptgründe für diese Entwicklung nannte der Bürgermeister einen positive Trend bei der Gewerbesteuer sowie die zeitliche Verzögerung von Grundschulsanierung und Straßenbau-Projekten.
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