Im Rathaus kräftig umgeräumt

Lokales
Neunburg vorm Wald
14.11.2014
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Die Verwaltungswege werden kürzer - und gelenkschonender. Im Neunburger Rathaus sind die Sachgebiete mit viel Kundenverkehr künftig im Erdgeschoss angesiedelt.

Seit Mitte des Jahres wird das Rathaus für mehr Bürgerfreundlichkeit umstrukturiert. Nachdem der ursprünglich geplante Einbau eines Aufzugs zu teuer gekommen wäre, hat in den Büros das große Stühlerücken begonnen, ist nach verschiedenen Umbauarbeiten eine neue Ordnung in der Verwaltung eingekehrt.

Weniger Wartezeiten

Nun gehört das ständige treppauf und treppab im Parteiverkehr zum Großteil der Vergangenheit an. Stark frequentierte Sachgebiete wie die Bürgerhilfe, das Standes-, Einwohnermelde- Pass und Ordnungsamt sind künftig im Erdgeschoss daheim. Ein Teil der Mitarbeiter hat seine Büros bereits bezogen; wenn der Umbau über die Bühne ist, stehen vier Arbeitsplätze als Anlaufstelle für die Bürger zur Verfügung. Das soll bis Mitte des nächsten Jahres soweit sein. Dann, so hofft Verwaltungsleiter Peter Hartl, werden sich die bisherigen Wartezeiten deutlich entzerren.

Während der Passbildautomat ebenfalls ins Erdgeschoss verlegt wird, sind Kämmerei, Personalamt und EDV sowie auch die Stadtkasse künftig im ersten Stock zu finden. Auch der Bürgermeister selbst und sein Verwaltungschef müssen "weichen". Nachdem Kasse und Kämmerei ihr Domizil im Bereich des bisherigen Geschäftszimmers und des Bürgermeisterbüros beziehen, befinden sich die Arbeitsplätze von Martin Birner und Peter Hartl ab Ende November in den einstigen Räumen von Einwohnermelde-, Pass- und Ordnungsamt. Das Technische Bauamt wurde bereits vor wenige Wochen vom zweiten ins erste Obergeschoss verlagert und mit der Bauverwaltung kombiniert. Im zweiten Stock ist nur noch das Stadtarchiv angesiedelt.

Ganz ohne Überraschungen ging der bisherige Umbau aber nicht ab. So musste im Erdgeschoss erst ein - laut Bürgermeister Martin Birner - "Lochfraß in der Heizung" und ein Wasserschaden beseitigt werden. Für den weiteren Verlauf der Bauphase bittet die Stadtverwaltung die Bürger um Verständnis, wenn der Verwaltungsbetrieb einmal nicht wie gewohnt laufen sollte. Sobald die Arbeiten über die Bühne sind, soll die neue Aufteilung im Rathaus der Bevölkerung bei einem "Tag der offenen Tür" vorgestellt werden.

Eingang soll verlegt werden

Angedacht ist noch, den Eingang zur Stadtverwaltung aus den Arkaden an die Giebelseite direkt an den Schrannenplatz zu verlegen. Die Gelegenheit dazu bietet sich im Zuge der geplanten Stadtplatz-Gestaltung. Nur von dieser Seite könne zumindest der Zugang ins Erdgeschoss barrierefrei gestaltet werden. Wann das Rathaus komplett fertig ist, hängt auch von den im nächsten Haushalt bereitgestellten Mittel ab. "Doch noch sind wir mit den Beratungen noch nicht soweit", gibt Peter Hartl zu verstehen.

Von den Kosten her konnte der Umbau bislang vergleichsweise günstig gestaltet werden. "Es ist immer die vorhandene Einrichtung verwendet worden", erklärte der Bürgermeister. Fremdkosten verursachten lediglich die Beseitigung diverser Schäden sowie eine neue Beleuchtung. Letztere Investition wird sich durch geringeren Stromverbrauch auszahlen: Die moderne LED-Beleuchtung in den neuen Büros kommt mit 70 Watt aus, ihre Vorgänger benötigten noch 720 Watt.
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